Wagner, Tarantino und Schmelzkäse

Bayreuther Ausstellung "VolksWagner" Wagner, Tarantino und Schmelzkäse

Was haben der Film „Django Unchained“, Heavy-Metal-Musik und französischer Schmelzkäse mit Richard Wagner gemeinsam?

Wagner, Tarantino und SchmelzkäseFoto: Photo by Julian Hochgesang on Unsplash

Wagner allgegenwärtig

Dieser Frage geht das Richard Wagner Museum in Bayreuth in der Sonderausstellung „VolksWagner. Popularisierung – Aneignung – Kitsch“ nach.

Richard Wagner ist überall – in der Werbung, in Comics, in Computerspielen, im Film und sogar im Weltall: Bereits seit dem 19. Jahrhundert werden Asteroiden nach Figuren aus Wagners Werken benannt. Über diese und andere interessante Inspirationen und Einflüsse Wagners informiert die Sonderausstellung. Es geht dort auch um den Einfluss von Wagners „Leitmotivtechnik“ auf die heutige Filmmusik, aber z.B. auch um Quentin Tarantinos Film „Django Unchained".

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Wagner in der Hoch- und Populärkultur

Richard Wagner war ein Ausnahmekünstler, Revolutionär und Visionär und der einzige Komponist, dem es gelang, ein Opernhaus errichten zu lassen, in dem bis heute nur seine eigenen Werke aufgeführt werden. Welchen Einfluss Wagner bis heute auf die Populärkultur und damit auf uns alle hat, das zeigt diese Ausstellung.

Wagner zwischen Heavy Metal und Traualtar, zwischen französischem Schmelzkäse und anderen teilweise auch ulkig anmutenden Zeitdokumenten der letzten 150 Jahre - die Sonderausstellung "Volkswagner" bietet einen unterhaltsamen und weit gespannten Blick auf den Komponisten - noch zu sehen bis zum 3. Oktober.

(07.09.2022 / F.Schmidt)

"

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft
Klassik-Dating

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft

Dating ohne App, dafür mit klassischer Musik: In Berlin wagt ein Klassik-Duo das Experiment und macht Liebeslieder zum Ausgangspunkt neuer Dating-Begegnungen. Während sonst digital gewischt und gematcht wird, setzt dieses Format auf das, was wirklich verbindet: Gemeinsame Hörerlebnisse, persönliche Gespräche – und die Chance, sich jenseits digitaler Algorithmen näherzukommen.

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand
Zwei kostümierte Frauen am Karneval in Venedig

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand

Von funkelnden Masken über laute Kanäle bis zu prunkvollen Opernhäusern: Im Venedig des 17. Jahrhunderts verschmolzen Feierlust und Kunst zu einem neuen Kulturerlebnis, das die Musikgeschichte revolutionierte. Der Karneval wurde zur Geburtsstätte der Oper – ein Spektakel für Zehntausende, die aus ganz Europa in die Lagunenstadt strömten.

„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit
Rüdiger Meng am Klavier

MENG - The Art Of LiveComposition
„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit

Wenn er sich ans Klavier setzt, ist alles möglich. Rüdiger MENG komponiert live auf der Bühne – ohne Netz, ohne doppelten Boden. Damit hat er schon Musiklegenden wie Quincy Jones, Phil Collins oder Simply Red beeindruckt. Im Interview mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch erzählt er, warum diese Form der Live-Komposition für ihn die höchste Disziplin ist – und ein klares Statement gegen KI und durchgeplante Shows.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national