Weltklasse-Musik in Roms heiligen Räumen: Ein einzigartiges Erlebnis aus Spitzenmusik und sakraler Schönheit

Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra 2026 – präsentiert von Klassik RadioWeltklasse-Musik in Roms heiligen Räumen: Ein einzigartiges Erlebnis aus Spitzenmusik und sakraler Schönheit

Als offizieller Radiopartner präsentiert Klassik Radio das Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra 2026 – eine außergewöhnliche Begegnung von Weltklasse-Musik, sakraler Kunst und Spiritualität an den bedeutendsten Orten Roms.

Festival Pro Musica et Arte SacraFoto: Photo © Musacchio, Pasqualini, Fucilla / MUSA

Die diesjährige Ausgabe des Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra steht im Zeichen von „Pace nel mondo“ – Frieden in der Welt. Im exklusiven Klassik Radio Interview erklärt der Gründer und Generalpräsident der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra, Dr. Hans-Albert Courtial, weshalb diese Abende weit mehr als Konzerte sind, warum sie Publikum wie Musikerinnen und Musiker tief berühren – und weshalb sakrale Musik gerade heute so wichtig ist.

Klassik Radio: Welche Idee verfolgt die Stiftung „Pro Musica e Arte Sacra“?

Dr. Hans-Albert Courtial: Die Fondazione Pro Musica e Arte Sacra ist eine weltweit renommierte, gemeinnützige Organisation, die seit 2002 jedes Jahr das „Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra“ veranstaltet. Die Reihe bietet die Gelegenheit, in den Papstbasiliken Roms die schönsten Kompositionen der sakralen Musik zu erleben, interpretiert von Orchestern, Chören, Solisten und Dirigenten aus aller Welt. Die Fondazione verfolgt konsequent ihre institutionellen Ziele: die Förderung und Aufwertung der sakralen Musik und Kunst sowie den Beitrag zur Erhaltung dieser Güter. Wir glauben fest daran, dass die sakrale Musik, verbunden mit dem Gebet, jede Distanz überwinden kann. Unser Motto lautet: Arte salva arte – Kunst rettet Kunst.“

Klassik Radio: Das Festival 2026 steht unter dem – sehr aktuellen - Motto „Pace nel mondo“ – Frieden in der Welt…

Dr. Hans-Albert Courtial: Ein Festival dem Weltfrieden zu widmen, bedeutet für uns, daran zu erinnern, dass Frieden kein selbstverständliches Ziel ist, sondern ein täglicher Auftrag. Durch Kultur, Musik und Kunst können wir Menschen verbinden, Unterschiede überwinden und eine Botschaft des Dialogs, der Solidarität und der Hoffnung verbreiten. Denn Frieden wird gemeinsam aufgebaut, Schritt für Schritt. Der Friede muss stets der Ausgangspunkt all unseres Handelns sein, eine Realität, die Tag für Tag aufgebaut und genährt werden muss, indem wir uns dem Erschaffen schönerer Dinge widmen. Nur wenn man den Gedanken des Schönen und des Guten pflegt, kann jene Harmonie entstehen, die jeder Mensch und die gesamte Gesellschaft benötigt.

Klassik Radio: Und wie spiegelt sich das Motto „Pace nel mondo“ – Frieden in der Welt konkret im Musikprogramm wider?

Dr. Hans-Albert Courtial: Die Widmung an den Weltfrieden spiegelt sich in der Musik selbst wider, die als universelle Sprache kulturelle, sprachliche und religiöse Grenzen übersteigt. Ausführende an Orten von so hoher spiritueller Bedeutung zusammenzubringen, bedeutet, die Musik in eine konkrete Gelegenheit der Begegnung und des Austausches zu verwandeln. Frieden entsteht auch aus der Fähigkeit, einander zuzuhören, Schönheit zu erkennen und sich als Teil einer einzigen Menschheit zu fühlen. Unser Wunsch ist es, dass jede Aufführung nicht nur ein künstlerisches Erlebnis darstellt, sondern eine wahrhaft spirituelle Erhebung sowie eine Botschaft der Hoffnung, der Brüderlichkeit und der Versöhnung ist.

Klassik Radio: Welches sind denn die musikalischen Highlights in diesem Jahr?

Dr. Hans-Albert Courtial: Wir beginnen mit der Eröffnung im Petersdom, mit einer heiligen Messe und Werken von Lorenzo Perosi sowie Monsignor Miserachs Grau – ein Moment von hohem spirituellem und künstlerischem Wert.

Ein glanzvoller Höhepunkt ist der Abend in St. Paul vor den Mauern mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti, gemeinsam mit dem Chor der Kathedrale von Siena und einem internationalen Solistenensemble. Auf dem Programm stehen Mozarts Krönungsmesse und das Ave verum corpus. In Santa Maria Maggiore erklingt Monteverdis Marienvesper, dargeboten vom Oxford Philharmonic Orchestra and Choir unter der Leitung von Marios Papadopoulos. Hinzu kommen eine Ehrung für Papst Leo XIV. mit der Escolanía del Escorial aus Madrid sowie ein Mozart-Abend in Sant’Ignazio di Loyola mit dem Streichquartett Stiftsmusik St. Peter aus Salzburg und der Sopranistin Ekaterina Krasko.

Klassik Radio: An welche Besucher-Zielgruppen richtet sich das Festival?

Dr. Hans-Albert Courtial: Das Festival richtet sich an ein internationales und spartenübergreifendes Publikum: von Liebhabern der klassischen und sakralen Musik über all jene, die ein spirituelles und kulturelles Erlebnis suchen, bis hin zu den jüngeren Generationen. Dort kommen Leute hin aus aller Welt, auch Leute, die sehr wenig mit der Kirche zu tun haben. Sie kommen einfach nur wegen der Musik. Musik ist eine universelle Sprache, die sprachliche, kulturelle und religiöse Barrieren überwinden, Menschen verbinden und eine Botschaft der Schönheit, des Dialogs und des Friedens vermitteln kann.“

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Klassik Radio. Schon der Eröffnungsabend ist ein echtes Highlight: Was macht diesen Abend so einzigartig?

Dr. Hans-Albert Courtial: Dieser Abend ist etwas ganz Besonderes. Die Wiener Philharmoniker waren bis 2021 bei uns Orchester in Residence, seit Gründung unseres Festivals. In diesem Jahr werden sie von Riccardo Muti dirigiert, der jetzt zum dritten Mal bei unserem Festival ist. Mit Mozarts Krönungsmesse und dem Ave verum corpus begrüßen wir unser internationales Publikum mit einem außergewöhnlichen Event. Einen Dirigenten und ein Orchester dieses Niveaus mit der Geschichte und Spiritualität des Festivalortes in Dialog treten zu lassen, schafft ein ganz besonderes künstlerisches Erlebnis.

Klassik Radio: Wie ist denn der Austausch mit diesen Weltklasse-Musikern? Ist es auch für diese ganz großen Stars der Klassik-Branche ein einzigartiges Konzerterlebnis?

Dr. Hans-Albert Courtial: Musik, selbst auf höchstem Niveau, ist immer Begegnung, gegenseitiger Austausch und gemeinsames Entdecken. Die Künstler identifizieren sich vollkommen mit der Botschaft des Festivals. Sie sind sich sehr wohl bewusst, dass sie in einem sakralen Raum auftreten, der reich an Geschichte, Kultur und Kunst ist. Für die Musiker ist das ein Riesenerlebnis. Die Wiener Philharmoniker, die schon seit 25 Jahren zu uns kommen, haben mir einmal gesagt: ‚Wir kommen immer so gerne, weil jedes Mal unser Auftritt in der Kirche für uns persönlich als Professoren und Künstler ein großes spirituelles Erlebnis ist. Sie sagen selbst: ‚Es ist für uns nicht vergleichbar, ob wir im Goldenen Saal in Wien spielen oder in der MET-Opera in New York oder sonst wo – hier ist es ein einmaliges Erlebnis für uns.‘ Denn diese Kombination aus Kunst, Musik und natürlich Spiritualität darf man nicht vergessen. Wir sind ja an heiligen Orten.

Klassik Radio: Fünf Tage, vier große Kirchen Roms: Welcher Ort berührt Sie persönlich am meisten?

Dr. Hans-Albert Courtial: Das ist immer die Peterskirche. Ich bin mit 20 Jahren hier nach Rom gekommen. Meine erste Begegnung war mit Papst Paul VI. in der Peterskirche. Das werde ich mein ganzes Leben nicht vergessen. Und das hat auch mein ganzes Leben geprägt. Deswegen bin ich auch schon so lange hier in Rom.

Festival Musica e Arte Sacra 2
Foto: Photo © Musacchio, Pasqualini, Fucilla / MUSA
Bildunterschrift

Klassik Radio: Was gibt uns sakrale Musik gerade jetzt, in so bewegten Zeiten?

Dr. Hans-Albert Courtial: Gerade in so turbulenten Zeiten schenkt uns die sakrale Musik eine Botschaft der Hoffnung, des Friedens und der Schönheit. Die Schönheit löst die Schwierigkeiten der Welt nicht auf. Aber sie gibt uns die Kraft, ihnen zu begegnen, ohne das Vertrauen in die Menschlichkeit zu verlieren. Ich glaube, genau das ist heute die Aufgabe sakraler Musik: uns an das zu erinnern, was uns verbindet, jenseits von Trennung und Konflikt, und uns die Hoffnung zurückzugeben.“

Klassik Radio: Wie beschreiben Sie einem Menschen, der noch nie solch ein Konzert erlebt hat, das einzigartige, spirituelle Erlebnis?

Dr. Hans-Albert Courtial: Diese Erfahrung muss eigentlich jeder einmal im Leben gemacht haben. Das geht nicht nur mit dem einfachen Zuhören, sondern durch diese Begegnung an diesen spirituellen Orten. Das ist etwas Außergewöhnliches – ganz besonders hier in Rom. Wenn man aus der Kirche herausgeht, ist diese Stadt weiterhin voller Kunst, und sehr viel davon ist sakrale Kunst.Wenn Menschen in diesen sakralen Räumen die Augen schließen, die Musik hören und dann die Augen öffnen und die wunderschöne Kunst in der Kirche wahrnehmen, ist diese Kombination zwischen Hören und Sehen einmalig. Das ist ein Erlebnis, das Menschen wirklich am Herzen rührt. Ich habe in meinen letzten 25 Jahren so viele Menschen gesehen, die mit Tränen in den Augen diesen Abend erlebt haben.Bei uns ist kein Konzert ein Konzert, sondern jedes Konzert eine elevazione spirituale, eine geistliche Erhebung. Die Gäste sagen uns immer wieder: ‚Wir kommen im nächsten Jahr wieder, weil wir ganz einfach dieses Erlebnis hatten, das wir wieder haben wollen.‘

Klassik Radio: Welchen Stellenwert nimmt das Festival in der europäischen Kulturlandschaft ein?

Dr. Hans-Albert Courtial: Das Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra nimmt einen besonderen Platz in der europäischen Kulturlandschaft ein, da es ein in seiner Art einzigartiges Festival ist: Es verbindet internationale musikalische Spitzenklasse mit der erhabenen Schönheit und Spiritualität der großen Papstbasiliken Roms und des Vatikans. Dass es nunmehr seine 25. Ausgabe erreicht hat, zeugt von der Beständigkeit des Projekts, seiner Kontinuität und seinem kulturellen Wert. Seine Mission geht jedoch über die Musik hinaus: Kultur als Instrument der Begegnung zwischen den Völkern, des Dialogs und des Friedens zu fördern – Werte, die heute in Europa und der Welt notwendiger sind, denn je.

Das Festvial Internazionale de Musica e Arte Sacra findet vom 21. bis 25. November 2026 im Vatikan in Rom statt. Es ist dem Frieden in der Welt gewidmet, dem 400. Weihejubiläums der Päpstlichen Basilika St. Peter im Vatikan, dem 800. Jubiläums des Todes des Heiligen Franz von Assisi. Das detaillierte Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.


Noch mehr sakrale Highlights: Erleben Sie die größten Meisterwerke der Kirchenmusik – von Bach, Händel und Mozart bis zu gregorianischen Chorälen, festlichen Messen und monumentalen Oratorien. Majestätische Chöre, prachtvolle Orgelklänge und berührende Solisten vereinen sich zu einem einzigartigen Klangerlebnis voller Spiritualität und Emotion.

Klara Jäger / 28.10.2026

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