Welturaufführung: Zauberflöte - das Musical

 Welturaufführung: Zauberflöte - das Musical

Mozarts berühmte Oper wird zum Musical mit schillernden Kostümen, neuen Charakteren und modernen Klängen.

EnsembleFoto: Michael Böhmländer

Originalstory in neuem musikalischen Gewand

Mit „Die Zauberflöte“ schuf Wolfgang Amadeus Mozart ein Meisterwerk, das bis heute das Publikum in den Bann zieht. Das Lied des Vogelfängers „Papageno“ oder die Arie der Königin der Nacht kennen auch Nicht-Opernfans. Fast 300 Jahre nach ihrer Uraufführung erscheint die Oper nun als Musical im Deutschen Theater in München. Dahinter stecken Aino Laos, Regisseur Benjamin Sahler und der preisgekrönte Komponist Frank Nimsgern. Er erklärt, wie man sich das Ganze vorstellen kann: „Im Mittelpunkt sollte unbedingt die Geschichte stehen. Auf keinen Fall wollte ich versuchen, das geniale Werk von Mozart zu verändern oder irgendwie einen “Mozart Light" zu machen, mit ein paar Drum Beats darunter. Das würde nicht funktionieren. Die einzige Arie, die ich übernommen habe, ist „Der Hölle Rache“, aber auch komplett neu im Arrangement. Daher: Die Musik ist zu 95 Prozent komplett neu, aber die Story ist die gleiche, nur modern interpretiert."

Neue Gesichter und alte Bekannte

Neben den bekannten Charakteren, wie Tamino, Pamina und Papageno kommen aber auch noch ein paar neue Gesichter hinzu: „Wir haben zwei, drei Zusatzfiguren erfunden, wie den Kakadu und den Sklaven von Monostatos, die hilfreich sind die Modernisierung etwas voranzutreiben“, erklärt Nimsgern. Auch die Gestalt eines Orakels ist neu hinzugekommen, die durch die Geschichte führt und von Musical-Star Anna Maria Kaufmann verkörpert wird. Musikalisch sind im Musical unterschiedliche Genres anzutreffen: Rock, Pop und Ballade treffen dabei auf Wiener Klassik. Stellt sich die Frage: Wie viel Mozart steckt denn noch in „Zauberflöte - das Musical“?" "Also der Geist Mozarts sollte immer vorhanden sein", stellt Komponist Frank Nimsgern klar, „aber es wurde von mir nur eine Arie komplett übernommen, allerdings komplett neu arrangiert. Zudem verstecken sich viele Leitmotive wie von Papageno oder Tamino im großorchestralen Arrangement und auch in den Underscores zwischen Musikstücken.“ Heute ist bereits Vorpremiere in München, die große Welturaufführung findet dann morgen statt. Das Musical läuft bis zum 21. April 2024.  Alle Infos auf der Website des Deutschen Theaters

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Klassik meets Comedy: Felix Reuter und "Die verflixte Klassik"
Die verflixte Klassik

Klassik meets Comedy: Felix Reuter und "Die verflixte Klassik"

Wenn Mozart plötzlich nach Rock ’n’ Roll klingt und Bach fast wie Jazz wirkt, steckt Felix Reuter dahinter. In seinem Programm „Die verflixte Klassik“ verbindet der Pianist Humor, Improvisation und Musikgeschichte – und zeigt, wie überraschend modern klassische Musik sein kann.

Starke Frauen der Klassik: Ihr Mut, ihr Genie – und warum wir sie heute hören müssen
Clara Schumann

Internationaler Frauentag
Starke Frauen der Klassik: Ihr Mut, ihr Genie – und warum wir sie heute hören müssen

Sie komponierten im Verborgenen, kämpften gegen Vorurteile und schrieben dennoch Musik von zeitloser Größe. Zum Weltfrauentag feiern wir die Frauen der Klassik, die sich gegen Widerstände behaupteten – und deren Werke heute mehr denn je ins Rampenlicht gehören.

Radios für klassische Musik: Darauf sollten Sie achten
Bildmosaik aus Radios in unterschiedlichen Räumen

Wissenswertes: Radio & Technik
Radios für klassische Musik: Darauf sollten Sie achten

Klassische Musik stellt besondere Anforderungen an ein Radiogerät: Klangtreue, räumliche Wiedergabe und ein stabiler Empfang sind entscheidend für ein entspanntes Hörerlebnis. Wir zeigen, welche Radiotypen sich für unterschiedliche Wohnsituationen eignen und worauf Klassik-Fans bei der Auswahl achten sollten.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national