Neue Haaranalyse zeigt, warum Beethoven taub war

Neue Haaranalyse zeigt, warum Beethoven taub war

Ludwig van Beethoven war taub. Immer wieder wurde darüber gerätselt, warum der Komponist sein Gehör verlor und an weiteren gesundheitlichen Problemen litt. Jetzt hat ein australischer Physiker neue Erkenntnisse gewinnen können.

Ludwig van Beethoven Büste Foto: ©[goeremith]/stock.adobe.com

Bis Ludwig van Beethoven 44 Jahre alt war, beeinträchtigten ihn seine Gehörleiden nur wenig. Vier Jahre später fing er bereits an, immer leere Notizbücher bei sich zu tragen, damit seine Gesprächspartner reinschreiben konnten, was sie ihm sagen wollten.

Bis heute gab es immer wieder Untersuchungen darüber, wie es genau zu der Taubheit gekommen war. So standen bereits Krankheiten wie die Paget-Knochenkrankheit in Kombination mit dem Reizdarmsyndrom und Diabetes oder die erblich bedingte Leberzirrhose im Raum. Dabei fand man ebenfalls heraus, dass der starke Alkoholkonsum wohl zu Leberversagen geführt hatte, woran er schließlich 1827 im Alter von 56 Jahren starb.

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Jetzt gibt es aber neueste Erkenntnisse über die Ursachen seiner Taubheit. Der australische Physiker Kevin Brown, führte mittels dreier Haarlocken des Komponisten eine erneute Haaranalyse in einem Speziallabor durch. Dabei fand das Labor in einer der Locken 258 Mikrogramm Blei, in einer weiteren Locke sogar 380 Mikrogramm. Normalerweise dürfte der Bleigehalt im Haar allerdings vier Mikrogramm nicht überschreiten. Auch andere Werte im Haar waren deutlich zu hoch, wobei der zu hohe Bleigehalt wahrscheinlich die Hauptursache seiner Magen-Darm-Probleme und Taubheit erklärt.

Wie Beethoven so viel Blei zu sich nehmen konnte, ist nur durch einen zu hohen Alkoholkonsum zu erklären – denn im 19. Jahrhundert mischte man den Weinen häufig Blei bei. Beethoven starb also wahrscheinlich nicht nur an Leberversagen in Folge des Alkohols, sondern hatte schon Jahre zuvor aufgrund dessen mit starken gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Valeska Baader / 12.05.2024

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