Singende und spielende Musizierende in Aktion beim Opernprojekt "Civic Newsroom"
Isabella Lieselotte Fotografie
Singende und spielende Musizierende in Aktion beim Opernprojekt "Civic Newsroom"
Drei Opern in drei Tagen:

"Civic Newsroom": Oper spontan und publikumsnah!

Beim neuesten Projekt des Opern Start-Ups "Civic Opera Creations" werden drei Opern in drei Teams innerhalb von drei Tagen geschrieben und am Abend von Tag drei uraufgeführt.

Oper, die spontan auf Aktuelles reagiert

"Wir wollten ganz bewusst ein Projekt machen, dass sich von den sonst besonders langen Schaffenszeiträumen von neuen Opern radikal unterscheidet. Wir wollen hier eine Form ausprobieren, Musiktheater zu schaffen, das ganz spontan auf Aktuelles reagiert und den Moment aufgreift und dennoch unserem Prinzip des wiederholten Aufeinandertreffens treu bleiben", erklärt Leonora Scheib, eine der beiden Gründerinnen von "Civic Opera Creations". "Auch in diesem Projekt schaffen wir in drei Schritten RAhmen für GEdankenaustausch zwischen KünstlerInnen und BewohnerInnen der Stadt."

Publikum spielt entscheidende Rolle

So haben interessierte Stadtbewohner immer wieder Möglichkeit, bei dem Projekt mitzuwirken und sich einzubringen: im Vorfeld durch Onlinefragebögen, Email oder im persönlichen Gespräch. Außerdem gibt es Zusammenkünfte mit den Künstlerinnen und Künstlern während des Projekts und am Ende noch einen Austausch nach der Uraufführung.

Themen, die die Stadt bewegen

Das Überthema des Projekts lautet "Zukunftshoffnungen" und gliedert sich in die Themenbereiche "Gesellschaftliche Teilhabe", den "Zusammenhang zwischen Sozialem und Gesundheitlichem" und "Ökologie und Nachhaltigkeit" auf. Die konkreten Themen für die drei Kurzopern bekommen die Teilnehmenden allerdings erst am ersten Tag des Projekts mitgeteilt - ebenso wie die Zusammensetzung der Teams, die jeweils aus sieben Personen bestehen. Alles wird per Los entschieden.

Carmen K. Kruse und Leonora Scheib, die beiden Gründerinnen von "Civic Opera Creations"
c_Harald Eisenberger
Carmen K. Kruse und Leonora Scheib, die beiden Gründerinnen von "Civic Opera Creations"

Carmen C. Kruse und Leonora Scheib, die beiden Gründerinnen des Opern Start-Ups "Civic Opera Creations".

Ungewöhnliches, lebendiges Format

Am dritten Tag findet dann schon die Uraufführung statt. Dabei finden die Kurzopern  auf verschiedenen Ebenen des Theaterhauses statt und die Besucher können von einer Vorstellung zur a nderen wandern. Ein ungewöhnliches, lebendiges Format, dass sich an alle richtet, "an MitbürgerInnen, an Kulturbegeisterte und einfach an Menschen, die Lust haben, Dinge neu und anders zu erleben und Einblicke haben wollen und Austausch mit uns in unserem Prozess, aber auch eine andere Perspektive auf tägliche Stadtthemen", erklärt Carmen C. Kruse, ebenfalls Gründerin von "Civic Opera Creations".

Inspiration aus den USA

Ihr kam die Idee zu dem spannenden Opern-Projekt während eines Aufenthalts in den USA, erklärt sie: "Uns ist ein Kernanliegen, Oper zu Themen unserer Zeit zu schaffen und dies im wiederholten Austausch mit KünsterInnen und BewohnerInnen vor Ort zu tun. Ich habe vor einiger Zeit in Chicago ein 24-Stunden Theaterprojekt erlebt und das wollte ich unbedingt auch auf die Oper und das neue Musiktheater übertragen. Dank der Förderung der Stadt Wien haben wir nun die Möglichkeit, KünsterInnen aus ganz Europa zu uns zu holen und dieses außergewöhnliche Projekt zu wagen."

Mitmischen & Anschauen

Schon diese und nächste Woche kann man sich im Projekt einbringen und Anregungen online oder im persönlichen Gespräch loswerden. Uraufführung ist dann am 22. Mai im Kulturhaus Brotfabrik in Wien. Alle Infos dazu auf der Website des Projekts.

 

(05.05.22/K.Jäger)