Die Wahre Geschichte der Woche: Eiffelturm

Ausgewählt von Alena KohlerDie Wahre Geschichte der Woche: Eiffelturm

Jede Woche wählt ein Mitglied aus der Redaktion eine persönliche Wahre Geschichte der Woche aus und verleiht ihr eine besondere Note.

Die Wahre Geschichte der Woche: EiffelturmFoto: Klassik Radio

Diese Woche kommentiert Alena Kohler:

Während meines Studiums bin ich für ein Semester nach Paris gegangen. Gemeinsam mit zwei Freunden hatte ich für ein paar Monate das französische Lebensgefühl. Wir erlebten die Magie der Stadt Paris: Die wunderbaren Gebäude, überall Kunst und Kultur und den morgendlichen Geruch von frischen Croissants, der einem aus der Bäckerei nebenan entgegen kam.

Das sind aber nicht die Dinge, die einem als erstes in den Sinn kommen, wenn man an Paris denkt. Viel eher sieht man vor seinem inneren Auge den Eiffelturm.

Ein Kuss unter dem Eiffelturm wird für immer eine meiner Lieblingserinnerungen sein.

Ein Pionier des Stahlbaus

Wäre es nach seinem Vater gegangen, hätte Gustave eigentlich in der Fabrik seines Onkels arbeiten sollen. Zu seinem Glück wurde dieses Vorhaben durch einen Familienstreit verhindert. Darüber war Gustave nicht traurig, denn er wollte viel lieber Ingenieur werden. Nach seinem Studium begann er sich für den Stahlbau zu begeistern. Er wurde zu einem Pionier in diesem Bereich und schuf wahre Kunstwerke und die beeindruckendsten Bauwerke.

Es war gar nicht seine Idee

Schnell nannte man ihn den "eisernen Zauberer“. Schließlich bekam er im Jahr 1889 eine große Chance: Die Weltausstellung zur Hundertjahrfeier der französischen Revolution. Es sollte ein einmaliges Monument gebaut werden und zu diesem Zweck wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Gustave nahm teil, aber mit der Skizze einer seiner Angestellten. Der junge Schweizer Ingenieur Maurice Koechlin hatte eine Idee für eine einzigartige Stahlkonstruktion. Über 100 Vorschläge wurden eingereicht und Gustaves Entwurf gewann. Das Monument machte Gustave weltberühmt. Der Mann, der eigentlich hinter der Idee gesteckt hat, ging leer aus. Auch der Name der Stahlkonstruktion lässt nur auf Gustaves Eiffel deuten: Eiffelturm. 

Eine Pariser Straße mit Blick auf den Eiffelturm
Foto: Photo by Ole Witt on Unsplash

Die Stadt der Liebe

In Paris holt einen auch irgendwann der Alltag ein. Viel zu schnell gewöhnt man sich an die Besonderheiten, die diese Stadt mit sich bringt. Das Kribbeln im Bauch, sobald man einen Blick auf den Eiffelturm erhascht, bleibt aber. Es war die tägliche Bestätigung: Ja, du lebst gerade wirklich in Paris, in der Stadt der vielen Lichter, in der Stadt der Liebe und Träume.

Herzliche Grüße

Ihre Alena Kohler

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