Die Wahre Geschichte der Woche: Mona Lisa

Ausgewählt von Alexander Hochenburger Die Wahre Geschichte der Woche: Mona Lisa

Jede Woche wählt ein Mitglied aus der Redaktion eine persönliche Wahre Geschichte der Woche aus und verleiht ihr eine besondere Note.

Die Wahre Geschichte der Woche: Mona LisaFoto: Klassik Radio

Diese Woche kommentiert Alexander Hochenburger:

Als ich sie zum ersten Mal in ihrer vollen Größe sah, war ich tatsächlich überrascht – um nicht zu sagen auf den ersten Blick sogar ein wenig enttäuscht!

Aber von vorne: schön ist sie ja, wunderschön sogar. Ihr leicht gewelltes, dunkelbraunes Haar, das zarte Gesicht, dieser Blick, den man kaum zu deuten vermag und dann noch dieser Mund, mit einem Lächeln, welches man nur erahnen kann.

Um ihre Identität ranken sich viele Gerüchte

Aber wer ist diese geheimnisvolle Schönheit? Gewiss ist nur: sie hat eine außergewöhnliche Geschichte und musste abenteuerliche Erlebnisse überstehen. Und ihre wahre Identität ist bis heute ein Rätsel.

Als sie etwa 20 Jahre alt war, kam sie zuerst nach Frankreich. Schnell verbreitet sich dann der Ruhm ihrer außergewöhnlichen Schönheit. Sie hielt sich dann in Brest auf, reiste nach Südfrankreich, selbst in die USA, und wurde sogar entführt! Schließlich aber landete sie wieder in Frankreich, und zeigte sich dort der Öffentlichkeit. Doch es rankten sich Gerüchte um ihre Identität. Man zweifelte an, ob der Name, unter dem sie mittlerweile bekannt war, ihr richtiger Name sei. 1959 führe ein schrecklicher Anschlag auf die geheimnisvolle Schöne dazu, dass man sich näher mit ihrer Vergangenheit beschäftigte. Und dabei fanden sich Indizien dafür, dass sie womöglich eine geheime Geliebte gewesen sein könnte. Von wem? Vom Meister selbst, denn es handelt sich um ein weltberühmtes Bildnis einer schönen, jungen Frau – geschaffen vom unvergleichlichen Leonardo da Vinci.

Jedes Jahr kommen etwa 10 Millionen Besucher um Leonardo da Vincis bekannteste Kunstwerk zu sehen. 

Mona Lisa
Foto: Photo by Free Birds on Unsplash

Der Mythos ihres Lächelns

Das Gemälde ist im Pariser Louvre zu bestaunen, und die Person, die es darstellen könnte, hätte sich einen solchen Skandal nicht leisten können. Darum mutmaßen viele Experten, dass sowohl sie, als auch der Meister selbst, eine solche Affäre geheim gehalten hätten, handelte es sich doch um Isabella von Aragonien, die Tochter von König Alfons II. von Neapel. Und die wiederum hatte eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Porträtierten.

Wer auch immer sie war, sie zeigt ihr Antlitz auf einem der bekanntesten und berühmtesten Gemälde der Welt, und vielleicht ist es gerade der Mythos um ihre wahre Identität, welches sich in diesem geheimnisvollen Blick und Lächeln zu spiegeln scheint, der das Portrait so besonders macht. Und obwohl es gerade mal 53 auf 77 Zentimeter groß ist, ist es eines der größten Kunstwerke die wir kennen: Die Mona Lisa.

Herzliche Grüße

Ihr Alexander Hochenburger

(04.09.2021/A.Hochenburger)

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