Klassik-Festivals ziehen Bilanz

Durchweg positive ErgebnisseKlassik-Festivals ziehen Bilanz

Ob Bayreuth, Bregenz, Salzburg oder Schleswig-Holstein: die Besucherzahlen waren überall mehr als zufriedenstellend.

Klassik-Festivals ziehen BilanzFoto: Bregenzer Festspiele / Anja Köhler

Bregenz: Finale fällt ins Wasser

Weil es in Strömen regnete, musste die letzte „Rigoletto“ Aufführung von der Seebühne ins Festspielhaus verlegt werden. Dort war aber, mit den geltenden Abstandsregelungen, nur Platz für 1700 Menschen. So mussten mehr als 5000 Besucher draußen bleiben – sie bekommen nun ihr Geld zurück.

Insgesamt ist auch hier die Bilanz allerdings sehr positiv: 99% des Publikums waren allein bei den Aufführungen des „Rigoletto“ rund um den riesigen Clownskopf und auch alle anderen Vorstellungen waren gut besucht.

Salzburg mehr als zufrieden

Die Bilanz der Salzburger Festspiele kann sich sehen lassen: die Platzauslastung lag bei 91 Prozent. Zwar gab es weniger Besucher aus Asien oder Amerika, dafür wurden mehr Karten z.B. in Österreich und Deutschland verkauft. Neben über 163 Aufführungen, darunter  wurden auch 68 Veranstaltungen im Jugendprogramm angeboten. Die scheidende Festspielintendantin Helga Rabl-Stadler ist zufrieden mit ihrer letzten Saison:  sie spricht von einem dreifachen Erfolg in Bezug auf die Sicherheit, die Produktionen und die Karteneinnahmen.

Eine der 8 gezeigten Opern in Bayreuth: Don Giovanni

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Bayreuth: große Freude mit kleinem Wermutstropfen

Bei den Bayreuther Festspielen gab es einen kleinen Wermutstropfen: nach acht Jahren wäre mit Frank-Walter Steinmeier endlich wieder ein Bundespräsident mit am Start gewesen. Doch sein Platz blieb leer: wegen der Unruhen in Afghanistan musste er seinen Besuch absagen. Ansonsten waren die Festspiele aber eine voller Erfolg: alle 25 Vorstellungen waren ausverkauft. Dabei stand in diesem Jahr die Neuinszenierung „Der fliegende Holländer“ im Mittelpunkt. Die musikalische Leitung hatte Oksana Lyniv. Mit ihr stand erstmals in der Geschichte der Festspiele eine Frau in Bayreuth am Pult….

Ausschnitt aus dem "Fliegenden Holländer"

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Schleswig-Holstein Musikfestival setzte auf Open Air

Zwei Drittel der Konzerte des Schleswig-Holstein Musikfestivals konnte draußen stattfinden. Vielleicht ein Grund dafür, dass die Bilanz mit 89 Prozent Auslastung fast das Niveau von Vor-Corona-Zeiten erreichte. Nicht nur Intendant Christian Kuhnt ist zufrieden, auch die Kulturministerin Schleswig-Holsteins, Karin Prien lobte die originellen Spielstätten und das euphorische Publikum.

(31.08.21/K.Jäger)

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