Wenn das Handy während des Konzerts klingelt

Klingelton statt KlassikWenn das Handy während des Konzerts klingelt

Der Dirigent Yannick Nezet-Seguin hat die Nerven verloren, als während einem Konzert mal wieder ein Handy anfing zu klingeln.

Viele Menschen, die auf ihr Handy starren Foto: Photo by camilo jimenez on Unsplash

Klingeln statt Musik

Es ist in der Tat sehr ärgerlich, wenn Konzertbesucherinnen und -besucher durch ihre Smartphones oder andere störende Geräusche die Vorstellung unterbrechen. Das nervt das restliche Publikum, besonders aber auch die Musikerinnen und Musiker, die aus ihrer Musik und Konzentration gerissen werden. Man könnte denken, es sei eigentlich eine Selbstverständlichkeit, das Handy auszuschalten oder zumindest auf stumm zu schalten, bevor man in eine Vorstellung geht. Konzerte sind schließlich eine Gelegenheit, sich in die Musik und die Kunst zu vertiefen und den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen. Trotzdem vergessen oder tun es manche Konzertbesucherinnen und -besucher nicht und deshalb ist dem Stardirigent Yannick Nezet-Seguin neulich die Hutschnur geplatzt.

Eine andere Möglichkeit, mit der Unterbrechung umzugehen:

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Einfach mal ohne Handy

Er dirigierte gerade den dritten Satz aus Bruckners 9. Symphonie bei einem Konzert in Philadelphia, als er vier Mal Handy Klingeln hörte. Beim letzten Mal brach er das Konzert ab, drehte er sich zum Publikum um und sagte: “Können wir für eine verdammte Stunde mal ohne Handy leben?” Im Nachklang sagte er dem “Philadelphia Inquirer” dazu, dass diese häufigen Unterbrechungen durchs Smartphone meist von neuen Besucherinnen und Besuchern kämen. Er würde sich zwar über neues Publikum freuen, doch man müsse sie damit vertraut machen, dass Stille und Konzentration während eines so eindrucksvollen Musikstücks wichtig seien.

Es gibt mittlerweile immer mehr Initiativen, die sich für ein Handy-Verbot während Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen einsetzen. Manche Veranstalterinnen und Veranstalter fordern ihre Gäste auf, ihre Handys bei der Garderobe abzugeben oder sie in speziellen Taschen zu verschließen, um Ablenkungen zu minimieren.

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