Antikenmuseum Basel, Ausstellungsraum mit Antiken Instrumenten
Ruedi Habegger, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
Antikenmuseum Basel, Ausstellungsraum mit Antiken Instrumenten
Antikmuseum Basel

Wie klingen Instrumente aus der Antike?

In Basel im Antikmuseum kann jeder die Antwort in der Ausstellung "Von Harmonie und Ekstase. Musik in den frühen Kulturen" hören.

Musik beschäftigt uns schon seit Tausenden von Jahren. In der Antike hat sie einen großen Stellenwert eingenommen. Das erzählen uns die zahlreichen Vasen, Tonschalen oder auch Skulpturen, auf den Menschen mit Instrumenten abgebildet sind. Wie sie klingen, konnten wir bis jetzt leider nicht feststellen, da nur sehr wenige und wenn dann nicht spielbare Instrumente bei Ausgrabungen gefunden wurde. Das Antikmuseum in Basel hat einige Instrumente für die Ausstellung "Von Harmonie und Ekstase. Musik in den frühen Kulturen" originalgetreu nachbauen lassen und somit hörbar gemacht.

Die Ägyptische Leier gespielt von Mahmoud-Hussein mit dem Stück "Magãm-Sabãb"

Insgesamt wurden ca. 30 Instrumente aus der Antike nachgebaut. Eines dieser Instrumente ist die ägyptische Leier.

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Die Kithara gespielt von dem Ensemble Melpomen mit dem Stück "Sparta"

Die Kithara ist ein Saiteninstrument, dass der Lyra sehr ähnelt. Das Instrument sieht aus wie eine handliche Harfe, hat jedoch viel weniger Saiten. Gespielt wurde das Instrument vor allem bei sehr formellen und hoch angesehenen Anlässen.

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Konzertreihe zur Ausstellung geplant

Ab Ende Juni soll es eine kleine Konzertreihe zur Ausstellung geben. Geplant sind vier Konzertabende, die das Thema Antike aufgreifen. Das erste Konzert soll am 30. Juni stattfinden und steht unter Thema "Silla Lira" mit gesungener Lyrik aus der italienischen Renaissance. Thematisch beziehen sich die Stücke auf den griechischen Orpheus- und Apollon-Mythos. Die Ausstellung "Von Harmonie und Ekstase. Musik in den frühen Kulturen" läuft noch bis zum 19. September.

Auf dem Aulos spielt Conrad Steinmann das Stück "Kroúsis"

Ein Aulos ist ein Blasinstrument aus dem antiken Griechenland. Es erinnert an zwei Blockflöten, die jeweils in einer Hand gehalten werden, aber nur mit einem Mundstück bespielt werden.

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(11.06.2021 / R. Jünemann)