Ein Leben für die Chormusik - John Rutter

Der Komponist wird 75

ein-leben-für-die-chormusik-john-rutter © Nick Rutter
Er ist der berühmteste lebende Komponist englischer Chormusik. Im Interview mit Klassik Radio hat John Rutter mal gestanden, dass komponieren für ihn wie eine Art Sucht ist.

Großes Talent – kleine Anfänge

Das Innerste nach Außen kehren, das ist das Ziel von John Rutter, wenn er sich zum Schreiben von Musik in sein Komponierhäuschen zurückzieht. Dabei hatte er diesen Luxus nicht immer. Die Anfänge waren eher bescheiden.

Die elterliche Wohnung befand sich direkt über dem vielbesuchten „Globe Pub“ im Stadtzentrum von London. Und mit der Marylebone Road vor dem Haus – einer der großen Durchzugsadern der pulsierenden Metropole – waren Ruhe und Konzentration fürs Musikmachen alles andere als gegeben. Aber Rutter fand schließlich doch noch zur Musik.

Obwohl seine Eltern keinen musikalischen Bezug hatten, schickten sie den jungen John auf eine Musikschule. Zusammen mit John Taverner und Brian Chapple – ebenfalls legendäre Komponisten – drückte er abwechselnd die Schul- und Klavierbank. Seine Begabung zeigte sich schon in frühen Kompositionen.

Der magische Augenblick

Als Musikstudent wurde Rutter schließlich am berühmten Clare College (Cambridge) aufgenommen. Seine Liebe zur Chormusik wurde damals geweckt. Noch in dieser Zeit wurden seine ersten Vokalwerke veröffentlicht, und es sollten nicht seine letzten sein.

Von 1975 bis 1979 wirkte er als Musikdirektor am Clare College. Doch seine wahre Berufung blieb nach wie vor das Komponieren. 1981 gründete er dazu den Kammerchor „Cambridge Singers“, mit dem er eine Vielzahl seiner eigenen religiösen Chorwerke aufführte.

Als „magic moment“ bezeichnet Rutter noch heute jenen Augenblick, in dem er zum ersten Mal seine eigenen Kompositionen mit dem Chor aufführt. Und nicht nur für ihn selbst bieten die Kompositionen besondere Augenblicke – auch der Öffentlichkeit bescherte Rutter schon den einen oder anderen Gänsehautmoment.

John Rutter heute

Rutter ist heute ein vielgefragter Komponist. Auch für die Royals hat er schon einige Werke geschrieben, wie etwa für das goldene Thronjubiläum von Queen Elizabeth II im Jahr 2002. Und auch für die Traumhochzeit von William und Cate rollte John Rutter den passenden Klangteppich aus, gewoben von den zahlreichen Stimmen seines Ensembles.



Auch während der coronabedingten Pause ist Rutter ein stiller Mutmacher. Auf seinem Instagram-Account hält er uns nicht nur über seine jüngsten Veröffentlichungen auf dem Laufenden, sondern erzählt auch, dass Dankbarkeit und Wertschätzung in Tagen wie diesen besondere Begleiter sind.

(A. Greif)

Auch er gehört zu den Geburtstagskindern der Woche: Bill Murray wurde am 21. September 70 Jahre alt.
   

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