Jedes Kind sollte musizieren können!

FAME vermittelt Instrumente an benachteiligte Kinder

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Tolle Sache, wenn man ein Instrument spielen kann. Doch dafür muss man teils tief in die Tasche greifen. Deshalb vermittelt das Projekt FAME Instrumente an benachteiligte Kinder. Musizieren ist zwar gut für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, der Einstieg aber für viele nicht einfach. Viele Eltern würden ihren Kindern zwar gerne das Erlernen eines Musikinstruments ermöglichen, es scheitert aber an den finanziellen Mitteln. Musikinstrumente und die entsprechenden Unterrichtsstunden sind teuer. Bastian Scholz will mit seinem Projekt FAME dabei helfen, Kindern und Jugendlichen einen Weg in die Welt der Musik zu bereiten.

FAME - ein Name mit Bedeutung

Der Name FAME steht im Englischen für „Furtherance of Art and Music Education“, also auf Deutsch für „Förderung von künstlerischer und musikalischer Erziehung“.  Außerdem sei der Name ein nettes Wortspiel, so Scholz. Schließlich leitete sich "fame" von "famous", also "berühmt" ab und das wolle doch insgeheim jeder Künstler sein. Grundidee des Projekts sei es, Kinder und Jugendliche aus sozial und wirtschaftlich schwächeren Verhältnissen in den Bereichen Kunst und Musik zu fördern. „Ich finde, gerade in jungen Jahren ist es unglaublich wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich künstlerisch und musikalisch betätigen. Das schafft einen Ausgleich zur Schule und hilft auch unheimlich bei der Persönlichkeitsentwicklung.“, erklärt Scholz. Ziel des Projekts sei es, nicht mehr aktiv genutzte Musikinstrumente aller Art an Kinder und Jugendliche zu vermitteln, die selber nicht die Mittel dazu haben.

Geistesblitz auf einem Konzert

Auf die Idee für das Projekt habe Scholz vor drei Jahren eine Freundin gebracht, die damals kurz vor Weihnachten ihren Job verlor und auf der Suche nach einem Geschenk für ihre Tochter war. Diese hatte sich eine Gitarre gewünscht, dafür gab es aber nun kein Geld mehr. Auf einem Konzert traf Scholz dann einen Freund, der selber Musiker war und zu Hause zufälligerweise eine nicht mehr genutzte Gitarre rumliegen hatte. Diese habe er dann nach dem Konzert kurzerhand aus dem Keller geholt und Scholz zur Weitervermittlung geschenkt. „In dem Moment hat es bei mir dann quasi klick gemacht. Ich habe mir gedacht, ich kenne doch so viele Musiker und die haben alle bestimmt noch irgendwo Instrumente stehen, die sie nicht mehr brauchen. Jedes dieser Instrumente kann eigentlich in neue Kinderhände.“, erzählt Scholz.

Wie Musik Leben verändern kann

Bis jetzt habe Scholz schon rund 50 Instrumente in ganz Deutschland vermittelt. Eine Geschichte ist ihm dabei besonders im Gedächtnis geblieben: Eine Mutter aus Aachen habe ihm zur Anfangszeit seines Projekts von ihrem Sohn erzählt, zu dem sie gänzlich den Bezug verloren hatte. Der Junge hatte schon lange Probleme in der Schule und gelegentlich auch mit dem Jugendamt, seine Mutter wollte aber noch einen letzten Versuch wagen, sich ihm wieder anzunähern. Deshalb fragte sie Scholz per Facebook nach einer Gitarre für ihren Sohn und dieser freute sich auch tatsächlich sehr über das Geschenk. Sie finanzierte ihm Unterrichtsstunden in der Musikschule und zwischen dem Jungen und seinem neuen Gitarrenlehrer entwickelte sich eine Freundschaft. Er konnte sich mehr und mehr für die Musik begeistern und erzielte so auch bei Musiktests in der Schule erstmals sehr gute Leistungen. Durch die positiven Reaktionen seiner Lehrer entwickelte er mehr Ehrgeiz und schaffte es, seinen Notenschnitt enorm zu verbessern. Die Musik hatte ihm dabei geholfen, sich auch persönlich weiterzuentwickeln.

Zukunftsvisionen von FAME.

Wichtig sei Scholz für sein Projekt nicht nur die Instrumente, sondern auch das Vermitteln von anschließendem Musikunterricht. Gerade öffentliche Musikschulen bäten in solchen Situationen nämlich auch stark ermäßigten Musikunterricht an. „Das ist eigentlich mit der wichtigste Part. Ich vermittle zwar gerne Instrumente, der anschließende Musikunterricht darf dann aber auch nicht fehlen. Es bringt einem ja nichts ein Instrument zu haben, wenn man nicht lernt darauf zu spielen.“, erläutert Scholz. Sein Ziel sei daher, mit Hilfe von Spendengeldern und Sponsoren eine eigene Musikschule zu eröffnen, die kostenlosen Unterricht für Kinder und Jugendliche ermöglicht, deren Eltern sich das sonst nicht leisten könnten. Wer Interesse an dem Projekt F.A.M.E. hat, kann sich über Facebook oder unter der Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

 (N. Meier/ K.Jäger)



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