Lampenfieber Coaching für Musiker

Ohne Angst auf die Bühne

lampenfieber-coaching-fuer-musiker © www.freund-foto.de
Die Bretter, die die Welt bedeuten - manche Musiker betreten sie nur ungern. Der Grund: Lampenfieber. Wege aus der Angstblockade, die auch Nicht-Musikern helfen.

Adrenalin-Rausch oder Qual?

Manche Künstler brauchen es wie die Luft zum Atmen, oft heißt es auch: ohne ist der Auftritt nur halb so gut: Lampenfieber. Trotzdem bietet die Sängerin und Schauspielerin Judith Genske Einzel- und Gruppenworkshops gegen Lampenfieber an. Denn davon gibt es zwei Arten, die differenziert werden müssen, erklärt sie: "Eigentlich bezeichnen wir mit dem Begriff einen Überspannungszustand, den jeder Musiker kennt. Da gehe ich auf die Bühne und muss etwas besonderes leisten. Und da habe ich dann auch einen hohen Adrenalinspiegel eine Überspannung und das ist auch gut so: denn ich muss unheimlich schnell reagieren und ich brauche ein ganz hohes Konzentrationslevel. Und das führt normalerweise zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit. Also ich kann auf der Bühne von den 100 Prozent dann nochmal 130 Prozent abrufen."

Teufelskreis der Angst durchbrechen 

Schwierig wird es - wenn das Lampenfieber lähmt statt beflügelt: "Das ist ja eigentlich eine Angstblockade und hat starke körperliche Symptome: zitternde Hände, Schweißausbrüche, Atemprobleme, Schwindel, Orientierungsprobleme z.B. dass man nicht mehr weiß, wo genau im Stück man ist." Zitternde Hände und andere körperliche Ausfallerscheinungen bestärken dann wiederum die Gedanken, es nicht schaffen zu können, was wiederum zu Konzentrationsproblemen führt, da man sich statt mit der Musik mit seinem Gedankenkarussell beschäftigt. So entstehen dann tatsächlich Fehler, die wiederum zu einer negativen Selbstwahrnehmung führen. Ein Teufelskreis. 

Werkzeugkasten gegen Lampenfieber 

Im Coaching ist Judith Genske deshalb eines besonders wichtig: dass die Teilnehmer erkennen, dass sie an jeder Stelle dieses Kreislaufes aussteigen und ihn ins Gegenteil verwandeln können. In ihren Coachings gibt sie ihnen den "Werkzeugkasten" dazu: die Teilnehmer lernen, ihren Körper zu beruhigen und sich wieder auf das Musizieren zu konzentrieren. Das Herzstück bildet aber das Forschen nach der Ursache für die negativen Gedanken und Gefühle. Die liegen oft weit in der Kindheit zurück  und nehmen die ursprüngliche Unbefangenheit und das positive Selbstbild. "Durch diese Ereignisse kann es sein, dass mein Selbstbild negativ ist, dass ich milch selber abwerte in dem Momente und dadurch, meine Möglichkeit, frei zu musizieren selbst sabotiere. Hier gilt es dann, zu sehen: was ist die genaue Formulierung von diesem negativen inneren Bild. Das ich sie ersetze durch etwas Positives, durch etwas Selbstwertschätzendes, durch ein Zutrauen in mich selber und dafür auch eine konkrete Formulierung finde. 

Positive Resonanz 

Ist das geschafft und werden die anderen zwei Aspekte oft genug geübt, sind die Erfolge bald da: "In der nächsten Unterrichts- und Probensituation passiert es häufig schon, das jemand, der gar nichts von dem Coaching wusste, auf der Sachebene eine Rückmeldung gibt. Das der Lehrer z.B. sagt: 'Was ist denn los - das ist ja ein riesiger Sprung in der Qualität' Oder auch der Probenleiter sagt 'Wahnsinn, was hast Du denn gemacht', berichtet Judith Genske von ihren Rückmeldungen. Die kommen zahlreich - sowohl übers Feedback Formular als auch über Briefe und Emails. Eine Bestärkung für die Künstlerin, dass sie auf dem richtigen Weg ist: "Ich möchte Hilfe zur Selbsthilfe geben. Und wenn das funktioniert, bin ich natürlich glücklich.

(K.Jäger) 

Ein bisschen Lampenfieber hatte auch ein junger Pianist, der vor tierischem Publikum gespielt hat. 

Auch er litt unter Lampenfieber, rauchte in der Nacht vor seinem Auftritt eine Zigarette nach der anderen und blickte aufs nächtliche Paris: Frédéric Chopin.
   

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