Tag der selbstgemachten Musik

Musik machen fördert die Gemeinschaft

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Der 21: Juni darf bei Ihnen zu Hause musikalisch werden. Heute feiern wir den Tag der selbstgemachten Musik.

Hausmusik – eine lange Tradition

Bevor ein öffentliches Musikleben aufkam, das auch für ein Publikum außerhalb der adeligen Gesellschaft zugänglich war, war Musik ein seltener Anlass, insofern man sie nicht selbst produzierte. Das gemeinsame Singen von Volksliedern bei oder nach der Arbeit war lange Zeit ein fester Bestandteil des Alltags der Menschen, der mit der Erfindung der Schallplatte nach und nach etwas in den Hintergrund gerückt ist.

Zur vielleicht berühmtesten Hausmusik gehören die Schubertiaden, zu denen Franz Schubert seine Kammermusik unter Freunden präsentierte, sowie die Musikabende im Kreise der Familie Mendelssohn-Bartholdy, zu denen nicht nur Felix, sondern auch seine Schwester Fanny vor Familie und oft sehr prominenten Freunden ihre Musik vorspielten.

Selbstgemachte Musik fördert das Gemeinschaftsgefühl

Wer zusammen musiziert, fühlt sich oft weit über die Musik hinaus miteinander verbunden. Gemeinsame Hausmusik fördert die Entwicklung der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens. Forscher haben längst auch herausgefunden, dass das Musizieren Bildungs- und Lernprozesse begünstigt.

Diese Form, die Freizeit zu verbringen, ist allerdings noch immer ein bürgerliches Privileg. Studien haben ebenfalls herausgefunden, dass Haushalte, die nur über ein geringes Einkommen verfügen, auch sehr viel seltener von Musikförderprogrammen profitieren, und je niedriger der Bildungsstatus ist, desto seltener die Kinder jener Familien selbst musizieren. Hier sollten also noch Wege gefunden werden, um alle Kinder und Jugendliche stärker einzubeziehen.

Hausmusik in Wohnungen erlaubt

Nicht immer unterstützt Hausmusik allerdings das Gemeinschaftsgefühl. Wer als Mieter ein Instrument spielt, hat sich vielleicht schon gefragt, ob oder in welchem Rahmen das Musizieren zu Hause erlaubt ist.

Grundsätzlich ist Hausmusik im Mietshaus erlaubt, insofern dabei die allgemeinen Ruhezeiten eingehalten werden. Von dem Gerade Karlsruher Bundesgerichtshof wurde letztes Jahr dazu noch einmal diese Erlaubnis bestätigt. Musizieren ist eine „sozialadäquate und übliche Form der Freizeitbeschäftigung“ hieß es von Seiten des BHG. Das Musizieren könne „einen wesentlichen Teil des Lebensinhalts bilden und von erheblicher Bedeutung für die Lebensfreude und das Gefühlsleben sein“. Johann Sebastian Bach würde vermutlich sagen: "Alles, was man tun muss, ist die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen."

(KR Red.)
   

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