Woody Allen führt Regie an Mailänder Scala

Madonna pfui, Allen hui

woody-allen-führt-regie-an-mailänder-scala © Fotolia / Amro
Madonna kassierte gerade einen Korb, Allen hingegen darf: im Juli debütiert er als Opernregisseur an der Scala – und es wird natürlich komisch.

Woody Allen debütiert an Scala

Nach 51 Filmen führt der US-Amerikaner Woody Allen zum ersten Mal Regie am Mailänder Opernhaus Teatro alla Scala.

Dort wird er zwischen dem 6. und 19. Juli die Oper „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini inszenieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 83-Jährige Opernregie führt, im Jahr 2008 inszenierte Allen bereits die Oper Gianni Schicchi an der Los Angeles Opera.
 


Allen und Pereira

„Ich bin sehr glücklich, dass ich mir eine Pause von den Filmen gönnen konnte, um in einem Theater wie der Scala eine Puccini-Oper aufzuführen“ sagte Woody Allen am Dienstag bei der Pressekonferenz, bei der auch der Intendant der Mailänder Scala, Alexander Pereira, anwesend war.
 

Woody Allen: „Kurz und lustig“

Diese Beschreibung gilt nicht Allen, sondern der Oper Gianni Schicchi, die der Regisseur inszeniert. Die Oper sei „kurz und lustig“ und eine ideale Oper für ihn.

Gianni Schicchi beruht auf einer Episode der „Göttlichen Komödie“ von Dante Alighieri. Aus dieser Oper stammt auch die begnadete Arie „Oh mio babbino caro“, welche die Tochter der Titelfigur Gianni Schicchi singt.

Für seine Inszenierung ließ Allen sich von 50er-Jahre-Filmen des Neorealismus inspirieren. In der Titelrolle wird der italienische Bariton Ambrogio Maestri zu hören sein.
 

Madonna darf nicht an die Scala

Während Woody Allen an der Mailänder Scala mit offenen Armen empfangen wird, kassierte US-Popikone Madonna jüngst einen Korb von der Mailänder Scala. Madonna wollte im Rahmen ihrer Madame-X-Tournee auch im berühmten Teatro alla Scala auftreten, wo man sie jedoch abwies.

Dass der US-amerikanische Regisseur Allen in den USA im Zuge der MeToo-Debatte heftig in der Kritik steht, scheint die Mailänder Scala nicht zu stören. In seiner Heimat allerdings formiert sich Widerstand: aufgrund der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs, den Allens Adoptivtochter gegen den 83-Jährigen erhebt, findet der Regisseur keinen Verlag, der seine Memoiren druckt. Amazon kündigte bereits einen Filmdeal mit Allen auf, welcher nun für seinen 2018 abgedrehten Film „A Rainy Day in New York“ keinen Verleih mehr findet.
 

Mehr Klassik-News zur Mailänder Scala

Von den internen Differenzen der Mailänder Scala war auf der Pressekonferenz nichts zu spüren. Im Juni entschloss der Aufsichtsrat des berühmten Mailänder Opernhauses, den Vertrag Alexander Pereiras nicht zu verlängern und 2021 auslaufen zu lassen. In dieser Woche wiederum verkündete Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala, dass Dominique Meyer der neue Intendant der Scala wird. Er übernimmt seinen Posten offiziell zur Saison 2021, soll aber schon Mitte 2020 zur Scala wechseln.
   

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