Schiller Tokyo
Photo: Christopher von Deylen
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SCHILLER Tokyo

„Tokyo klingt nach urbanem Zen“.

Wie ist der Sound unserer Städte? Was macht den Klang von Metropolen aus? Klassik Radio-Kurator Christopher Deylen a.k.a. SCHILLER hat sich nach dem erfolgreichen BERLIN-Sender mit TOKYO eine der faszinierendsten Mega-Cities überhaupt ausgewählt und in einen dreistündigen Mix vertont. Jetzt exklusiv nur bei Klassik Radio Select.

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Photo: Christopher von Deylen
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Klassik Radio:

Tokyo ist eine Megacity, wie New York oder Paris. Was unterscheidet Tokyo von den anderen Metropolen?

Von Deylen:

In Tokyo leben 35 Millionen Menschen. Das ist die zehnmal soviel wie in Berlin. Man kann sich das eigentlich gar nicht vorstellen. Daraus ergibt sich einerseits eine enorme Ausdehnung in der Fläche und eine sehr hohe Bevölkerungsdichte. Trotz dieser Zahl strahlt Tokyo aber eine unglaubliche Ruhe aus. Das mag daran liegen, dass Japaner sehr freundlich, zurückhaltend und höflich sind. Man merkt der Stadt ihre Größe kaum an. Der Klang von Tokyo ist sehr gedämpft und wattiert. Deswegen klingt mein Tokyo–Set auch sehr ruhig und fließend.

Der Klang von Tokyo ist sehr gedämpft und wattiert. Deswegen klingt mein Tokyo–Set auch sehr ruhig und fließend

Schiller Tokyo

Anmutig, ruhig, harmonisch, elegant, stilvoll, überwältigend & warm: das istder Sound von TOKYO. Handverlesen und persönlich remixed by Christopher von Deylen, dem Mann hinter dem Musikprojekt SCHILLER. Der Beat von Tokyo in einem exklusiven Mix.

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Klassik Radio:

Wenn du an Tokyo denkst – was fällt dir als aller erstes ein? Ein Ort? Ein Geruch? Ein Geräusch?

Von Deylen:

Der Kontrast zwischen Tradition und Moderne hat mich nachhaltig beeindruckt. Auf der einen Seite sind die jahrhundertealten Traditionen allgegenwärtig. Sowohl architektonisch als auch im Wesen der Menschen. Gleichzeitig gibt es einen unbedingten Willen zum Fortschritt. Daran kann man sehen, dass sich das nicht gegenseitig ausschließen muss. Ich liebe die kleinen Seitengassen, in denen man von den funkelnden Wolkenkratzern nicht viel merkt, und in denen sich kleinste Restaurants und Geschäfte aneinanderreihen. Eine wunderbare Atmosphäre.

Schiller Tokyo
Photo: Christopher von Deylen
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Klassik Radio:

Bist du bei deinen Reisen in Kontakt mit „Locals“ gekommen? Wie war dein Eindruck von den Menschen in der Stadt?

Von Deylen:

Ich habe mich eine knappe Woche in Toyko aufgehalten. Daher konnte ich sicherlich nur einen kleinen Eindruck gewinnen. Japan ist eine Insel, auf der man scheinbar sehr gerne unter sich ist. Als Besucher fällt man natürlich bauartbedingt sofort auf. Ich habe durchaus freundliche Begegnungen erlebt. Die Menschen waren aber am Ende stets ein wenig reserviert. Nicht unfreundlich wohlgemerkt. Aber es war schon immer wieder eine gewisse Distanz spürbar. Mir hat das überhaupt nichts ausgemacht, ganz im Gegenteil. Zuviel Überschwang und Zugewandtheit kann auch schnell eine Eigendynamik entwickeln, die mir nicht unbedingt liegt (lacht). Man ist dort sehr interessiert am Rest der Welt. Gleichzeitig scheint man aber auch sehr zufrieden mit sich selbst zu sein.

Westliche Musik wirkt in Japan natürlich sehr exotisch und wird neugierig beäugt. Hin und wieder schaffen es auch Künstler aus den USA und noch seltener aus Europa in die japanischen Charts.
Schiller Tokyo
Photo: Christopher von Deylen
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Klassik Radio:

Gibt es so etwas wie einen „Tokyo Sound“?

Von Deylen:

Der japanische Musikmarkt ist sehr eigenständig und nur bedingt mit dem Rest der Welt verzahnt. Es gibt enorm erfolgreiche japanische Künstler und Bands, von denen man hier noch nie etwas gehört hat. Natürlich kennen wir hier Kitaro und den Namen Ryuichi Sakamoto hat man vielleicht auch schon einmal gehört. Anders als beim K–Pop aus Korea gibt es aber keine großen Bestrebungen, japanische Popmusik zu exportieren. Auch in diesem Aspekt scheint man sehr gerne bei sich zu bleiben. Westliche Musik wirkt in Japan natürlich sehr exotisch und wird neugierig beäugt. Hin und wieder schaffen es auch Künstler aus den USA und noch seltener aus Europa in die japanischen Charts. Auf mich macht es hingegen den Eindruck, als wäre die Musikwelt in Japan ein relativ geschlossenes System.

Klassik Radio:

Wie bist du beim Mixen des Senders SCHILLER TOKYO vorgegangen? Was hat sich vom Mixen im Vergleich zu SCHILLER BERLIN geändert? 

Von Deylen:

Ich habe Tokyo als eine sehr fließende Stadt empfunden. Der Kontrast zwischen Tradition und Moderne wirkt auf mich sehr beruhigend und ausgleichend. Berlin ist als Stadt ja auch sehr kontrastreich, aber irgendwie schlägt das Pendel da etwas stärker aus. Tokyo klingt nach urbanem Zen.

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Klassik Radio:

Sieben Begriffe, die deinen neuen Sender TOKYO kennzeichnen? 

Von Deylen:

Anmutig. Ruhig. Harmonisch. Elegant. Stilvoll. Überwältigend. Warm. Das ist für mich der Sound "meines" Tokyo. 

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Schiller Official Homepage - Copyright „Christopher von Deylen“
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