5 kuriose Fakten über die Salzburger Festspiele, die Sie noch nicht kannten

5 kuriose Fakten über die Salzburger Festspiele, die Sie noch nicht kannten

Am 19. Juli 2024 ist es so weit: Das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und darstellenden Kunst findet wieder statt. Seit über hundert Jahren ziehen die Salzburger Festspiele Millionen von Besuchern in die Mozartstadt. Grund genug, Ihnen fünf Fakten über das Festival vorzustellen, die Sie vielleicht noch nicht kannten.

Schloß HohensalzburgFoto: @[jenyateua]/stock.adobe.com

5 kuriose Fakten zu den Salzburger Festspielen

Jedermann will „Jedermann“

Die berühmte Tragödie von Hugo von Hofmannsthal ist seit Gründung der Salzburger Festspiele im Jahr 1920 fester Bestandteil des Programms. Seitdem wird das Stück jedes Jahr auf dem Salzburger Domplatz aufgeführt und ist so beliebt, dass sich die bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler um eine Rolle darin streiten – gilt doch eine Besetzung als höchste künstlerische Auszeichnung. Über die Jahre stellten daher so bekannte Gesichter wie Maximilian Schell, Veronica Ferres, Klaus Maria Brandauer, Senta Berger oder Lars Eidinger im Schatten der imposanten Marienstatue ihr Talent zur Schau.

Große Kultur für den kleinen Geldbeutel

Während die Theater- und Opernaufführungen auf den Festspielen mit Preisen teilweise über 450,- Euro eher der High Society vorbehalten sind, gibt es durchaus Möglichkeiten, in den Genuss erlesenster Kultur zu kommen und seinen Geldbeutel zu schonen. Die Veranstalter werben damit, jedes Jahr neben günstigen Stehplätzen auch einzelne Aufführungen anzubieten, die mit Tickets ab 5,- Euro auch das „einfache Volk“ ansprechen. Und wer das Geld gleich ganz sparen will, kann sich die Festspiele auch einfach gratis als Public-Viewing-Event auf dem zentralgelegenen Kapitelplatz ansehen.

Aufführungsorte der etwas anderen Art

Neben den Hauptspielstätten wie dem „Großen Festspielhaus“ und der berühmten „Felsenreitschule“ werden während der Festspiele auch ungewöhnliche Orte für Aufführungen genutzt: Dazu gehören unter anderem die Universitätskirche und das Marionettentheater. Besonders Letzteres ist als UNESCO-Weltkulturerbe auch abseits der Festivalsaison einen Besuch wert.

Ein ganz besonderes Jubiläum

Im Jahr 2006 feierte das Festival den 250. Geburtstag seines berühmten Sohnes Wolfgang Amadeus Mozart mit einem Geschenk der außergewöhnlichen Art. Im Gedenken an den großen Komponisten wurden alle 22 seiner Opern, einschließlich der unvollendeten Werke, aufgeführt. Ein Highlight für jeden Klassik-Fan.

For sale: Kostüme mit Star Appeal

Ein kleines Highlight gleich zu Beginn der Festspiele ist der traditionelle Kostümabverkauf. Egal ob für die nächste Faschingsparty oder die eigene Theateraufführung – hier können Shoppingfreunde aus einem reichhaltigen Fundus von Kostümen aus Aufführungen der letzten 20 Jahre wählen und für kleines Geld kaufen. Wer weiß, welcher Star die teilweise sehr fantasievollen Kleidungsstücke bereits aufgetragen hat? Ein Teil der erlösten Summe wird für wohltätige Zwecke gespendet.


Sie schaffen es dieses Jahr nicht nach Salzburg oder wollen sich schon mal auf die zahlreichen großartigen Aufführungen einstimmen? Dann haben wir genau das Richtige für Sie: Klassik Radio Plus bringt mit „Best of Mozart“ die Salzburger Festspiele direkt in Ihr Wohnzimmer.

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