Ballermannhit in klassischer Version 

Trend auf Social MediaBallermannhit in klassischer Version 

Die Klassik erobert Social Media und das auf besondere Art und Weise: „Ich bin ein Döner“ im Operetten-Stil.

Notenblatt Foto: Marius Masalar auf Unsplash

Die Liedzeile "Ich hab 'ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner" aus einem bekannten Ballermann-Hit des Sängers Tim Toupet kennen vermutlich die meisten. Seit der Veröffentlichung des Songs im Jahr 2008 ist er ein beliebter Party-Schlager. Der Song, eine Hymne auf den Döner, enthält Textzeilen wie "Ich bin lecker schön und heiß, weil ich eines sicher weiß: Baguette macht fett, Sushi macht wuschi, Pizza macht spitza, aber Döner macht schöner."

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern



Jetzt könnte der Song die Klassik erreichen, dank des Sängers Mauro Peter. Der Schweizer hat bereits in Mozarts Zauberflöte an der Opéra National de Paris gesungen, ist in der Oper "Salome" von Johann Strauss im Opernhaus Zürich aufgetreten und hat in der berühmten Carnegie Hall gesungen. Trotz seiner beeindruckenden Karriere scheut er nicht davor zurück, den Stimmungshit "Ich bin ein Döner" auf brillante Weise zu interpretieren, begleitet am Klavier von Anna Gebhardt. Die Komposition stammt von Simon Mack, der dafür bekannt ist, Party-Hits in klassische Gesangsstile zu überführen. Er hat beispielsweise "Geh mal Bier holen" als Kunstlied im hochromantischen Stil und "Zehn nackte Friseusen" im Stil von Schönberg inszeniert. Auf YouTube kommt diese Interpretation jedenfalls sehr gut an. Die Nutzer feiern "Ich bin ein Döner" und Sänger Mauro Peter. In den Kommentaren heißt es beispielsweise: "Diese tiefe, strahlende Freunde beim Singen des Refrains... Man spürt wirklich die euphorische Selbsterkenntnis dieses lyrischen Ichs, welches so vollkommen im Einklang ist mit seiner Existenz als Döner" Ein anderer Nutzer lobt: "So eine Vorfreude hatte ich seit der Geburt meines Kindes nicht mehr.“"
 

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft
Klassik-Dating

Neues Dating-Format für Klassik-Fans: Wie Musik der Liebe auf die Sprünge hilft

Dating ohne App, dafür mit klassischer Musik: In Berlin wagt ein Klassik-Duo das Experiment und macht Liebeslieder zum Ausgangspunkt neuer Dating-Begegnungen. Während sonst digital gewischt und gematcht wird, setzt dieses Format auf das, was wirklich verbindet: Gemeinsame Hörerlebnisse, persönliche Gespräche – und die Chance, sich jenseits digitaler Algorithmen näherzukommen.

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand
Zwei kostümierte Frauen am Karneval in Venedig

Masken, Melodien, Menschenmengen – Wie der venezianische Karneval die Oper erfand

Von funkelnden Masken über laute Kanäle bis zu prunkvollen Opernhäusern: Im Venedig des 17. Jahrhunderts verschmolzen Feierlust und Kunst zu einem neuen Kulturerlebnis, das die Musikgeschichte revolutionierte. Der Karneval wurde zur Geburtsstätte der Oper – ein Spektakel für Zehntausende, die aus ganz Europa in die Lagunenstadt strömten.

„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit
Rüdiger Meng am Klavier

MENG - The Art Of LiveComposition
„Ich spiele nicht die Musik, sondern die Musik spielt mich“ – Rüdiger MENG komponiert in Echtzeit

Wenn er sich ans Klavier setzt, ist alles möglich. Rüdiger MENG komponiert live auf der Bühne – ohne Netz, ohne doppelten Boden. Damit hat er schon Musiklegenden wie Quincy Jones, Phil Collins oder Simply Red beeindruckt. Im Interview mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch erzählt er, warum diese Form der Live-Komposition für ihn die höchste Disziplin ist – und ein klares Statement gegen KI und durchgeplante Shows.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national