Bayrische Staatsoper ist Opernhaus des Jahres

International Opera Award Bayrische Staatsoper ist Opernhaus des Jahres

Die Bayerische Staatsoper in München hat zum zweiten Mal seit 2018 eine der angesehensten Auszeichnungen in der internationalen Opernwelt gewonnen. Zusätzlich wurde die neue Inszenierung von Sergej Prokofjews "Krieg und Frieden" ausgezeichnet. 

Bayerische Staatsoper Foto: KunstundKultur.org

Die Bayerische Staatsoper konkurrierte bei der diesjährigen Preisverleihung in Warschau mit renommierten Opernhäusern wie denen in Genf, San Francisco, Rom, Wien und Paris. Intendant Serge Dorny glaubt, dass der Mut zu Innovationen und Risiken entscheidend für den Erfolg eines großen Musiktheaters ist und hofft, dass die Vielfalt und das Programm der Bayerischen Staatsoper gewürdigt wurden. Aktuell wird das Bühnenbild für die provokante Oper "Le Grand Macabre" von György Ligeti getestet, die sich mit Themen wie Weltuntergang und Diktatur auseinandersetzt. Das Stück wird zur Eröffnung der Opernfestspiele im kommenden Jahr an der Bayerischen Staatsoper Premiere feiern. Dorny argumentiert, dass man Risiken eingehen muss, um relevant zu bleiben und Systeme zu hinterfragen.

Auszeichnung für Inszenierung

Die Münchner Inszenierung von "Krieg und Frieden", eine kontroverse Oper von Sergej Prokofjew, wurde ebenfalls ausgezeichnet. Die Oper wurde aufgrund ihrer Propaganda-Vorwürfe und ihrer staatstragenden Musik kritisiert. Trotz der Kontroversen und fehlenden Proteste war das Publikum mehrheitlich begeistert und Serge Dorny glaubt, dass sich das Risiko ausgezahlt hat. Die Bayerische Staatsoper musste sich mit "Krieg und Frieden" gegen populäre Werke anderer Häuser behaupten, darunter Puccinis "Il trittico" aus Schottland, Rossinis "Il turco in Italia" aus Madrid und "Hoffmanns Erzählungen" aus Australien. Nominiert waren auch das moderne Werk "Nixon in China" aus Paris und eine "Wozzeck"-Inszenierung aus London.

Preisverleihung in Warschau

Die Preisverleihung fand in Warschau statt, da die vergangenen Gewinner Lemberg und Odessa in der Ukraine die Veranstaltung nicht organisieren konnten. Die Bayerische Staatsoper hat bereits eine Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung mit Lemberg unterzeichnet und führt Gespräche mit Odessa. Wo die Gala im nächsten Jahr in München stattfinden wird, ist noch unklar. Die Suche nach einem geeigneten Ort und Termin hat gerade begonnen.

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