Seit Jahrzehnten gehört der Kultfilm „Dinner for One“ ganz selbstverständlich zum Silvesterabend. Mit der neuen Serie „Miss Sophie“ darf man die berühmte Gastgeberin nun einmal von einer anderen Seite kennenlernen: Die Serie erzählt ihre Vorgeschichte – und schenkt dem Silvester-Klassiker dabei auch endlich eine eigene Filmmusik. Ein exklusiver Zusammenschnitt dieser Musik ist ab sofort im Tagesprogramm von Klassik Radio zu hören.

Miss Sophie kennt man – oder glaubt zumindest, sie zu kennen. Seit Jahrzehnten ist sie fest im kollektiven Silvester-Gedächtnis verankert. Die neue Serie Miss Sophie befreit die Kultfigur nun aus ihrer musealen Starre und erzählt ihre Geschichte neu. Zeitlich angesiedelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, beleuchtet die Serie die Vorgeschichte jener Dame, deren 90. Geburtstag Jahr für Jahr von der halben Welt gefeiert wird – ganz allein, nur begleitet von ihrem Butler und einem ausgesprochen gefährlichen Tigerkopf. Anders als im kurzen Kultfilm Dinner for One bekommt Miss Sophies Welt hier endlich mehr Raum: für Handlung, für Tiefe – und für Musik. Denn erstmals trägt eine eigens komponierte musikalische Ebene die Geschichte. Klassik Radio hat exklusiv einen Zusammenschnitt dieser Musik erhalten, der ab sofort im Radioprogramm zu hören ist. Zeit also, einen genaueren Blick auf die Serie – und ihren Klang – zu werfen.
Denn, was diese Serie zusammenhält, ist nicht nur das Drehbuch oder die Inszenierung, sondern ein musikalisches Thema, das sich wie ein roter Faden durch alle Folgen zieht: „Für die Serie Miss Sophie war der Wunsch der Produzenten, dass wir ein starkes musikalisches Thema mit einem hohen Wiedererkennungswert haben, was sich durch die gesamte Serie zieht“, wie Michael Regner, Filmmusikkomponist der Miss Sophie Serie im Interview mit Klassik Radio Redakteurin Valeska Baader erzählt.
Das Leitmotiv ist dabei kein starres Klanggebilde. Es taucht in der Serie immer wieder auf, verschwindet, verändert sich und ist dabei mal ganz klassisch zu hören, mal subtil modern mit Hip-Hop Beats eingefärbt. Regner spricht von einer Art musikalischem Baukasten, aus dem er nun auch die eigene Suite für Klassik Radio zusammengeschnitten hat: „Das ist sozusagen ein Suite mit verschiedenen Varianten des Hauptthemas, wo das Thema immer wieder unterschiedlich vorkommt."
Die Serie spielt um 1900, am Hof, in einer Welt voller Konventionen. Für Regner stellte sich deshalb früh die Frage: Wie klingt Macht, wie klingt Etikette – ohne ins Historisierende abzurutschen? „Relativ schnell war klar, ich wollte da gern so was Barockes reinbringen, was sich nach Fuge und ein bisschen nach Bach anhört. Quasi etwas Zeitloses, Majestätisches…“ Es ist keine Rekonstruktion, sondern eine Annäherung. Bach als Idee, nicht als Zitat. Die Musik soll Haltung transportieren – Ordnung, Struktur, vielleicht auch Starrheit. Und genau deshalb funktioniert sie auch im Kontrast zur modernen Erzählweise der Serie.
Was nach der letzten Folge bleibt, ist im besten Fall: eine Melodie, die sich festsetzt. Genau das wünscht sich Regner: „Ich würde mich freuen, wenn nach der letzten Folge jeder die Melodie pfeift.“ Dass das bereits passiert, zeigen die Rückmeldungen. Menschen schreiben ihm, dass sie das Thema nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Dass sie es wieder hören wollen. Vielleicht bald auch als offizieller Soundtrack. Und bis es so weit ist, lässt sich Miss Sophies Welt bereits jetzt mit dem exklusiven Zusammenschnitt bei Klassik Radio entdecken.
Entdecken Sie den Soundtrack aus "Miss Sophie" exklusiv im Tagesprogramm bei Klassik Radio und natürlich auch im Sender "Klassik Radio Serien" auf "Klassik Radio Plus":
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