Ein Flügel mitten im Bodensee und ein gerade einmal 13-jähriger Pianist, der einfach spielt: Levin Giesler begeistert mit außergewöhnlichen Auftritten. Bekannt wurde er durch die TV-Show „The Piano“ – doch was treibt ihn an, wo will er als Nächstes spielen und warum ist ausgerechnet ein Schlagerstar sein großes Vorbild? Wir haben ihn gefragt.

Ein Flügel mitten im Bodensee, ein Fernsehauftritt vor einem Millionenpublikum und die Leidenschaft, Menschen mit Musik zu berühren: Levin Giesler hat für seine gerade einmal 13 Jahre schon einiges erlebt. Der junge Pianist aus Sipplingen entdeckte sein Talent eher zufällig – inzwischen begeistert er mit seinem Spiel ein großes Publikum.
Bekannt wurde er unter anderem durch die Teilnahme an der TV-Show „The Piano“, in der er gemeinsam mit Mark Forster und Igor Levit auf der Bühne stand. Doch Levin geht seinen eigenen Weg: Mit Schirmmütze auf dem Kopf und oft barfuß am Klavier legt er weniger Wert auf große Gesten als auf die Wirkung seiner Musik.Zuletzt sorgte er mit einer außergewöhnlichen Aktion für Aufsehen: Auf dem Teufelstisch, einem sonst meist unter Wasser liegenden Felsplateau im Bodensee, spielte er auf einem Flügel mitten im See. Klassik Radio-Redakteurin Valeska Baader hat ihn getroffen und mit Levin darüber gesprochen, was Musik für ihn bedeutet, wie er mit der Aufmerksamkeit umgeht und welche Träume er als junger Pianist noch hat.
Klassik Radio: Wie bist Du auf die verrückte Idee gekommen, am Teufelstisch mitten im Bodensee Klavier zu spielen?
Levin: Ich liebe es, an besonderen Orten zu spielen. Und im Sommer als wir in der Nähe dort waren, ist der Ort meinem Papa und mir wirklich ins Auge gefallen und seitdem war die Idee da, dort zu spielen.
Klassik Radio: Stand das Klavier dann wirklich im Wasser?
Levin: Also wir hatten noch extra Unterlagen dabei, also Steine und die haben wir dann unter die Klavierbeine, unter den Klavierhocker und unter meine Füße gelegt. Das Klavier war also nur wenig im Wasser. Es war eher auf dem Wasser. Ab und zu kamen auch immer wieder große Wellen.

Klassik Radio: Wer ist Dein musikalisches Vorbild?
Levin: Mein Vorbild ist Udo Jürgens, weil ich finde, er macht echt super Texte und seine Musik ist auch wirklich besonders, finde ich.
Klassik Radio: Hast Du einen Lieblingskomponist?
Levin: Zu meinen Favoriten-Komponisten gehört zum Beispiel Einaudi. Von ihm spiele ich zum Beispiel Experience, was auch eins meiner Lieblingsstücke ist. Ich finde die Melodie sehr schön und auch, dass da immer wieder Teile sind, die man sehr gefühlvoll spielen kann.
Klassik Radio: Hast Du schon einen nächsten verrückten Ort, wo Du gerne Klavier spielen möchtest?
Levin: Ja, ich habe mir überlegt, so um den Winter rum in der Ravennaschlucht zu spielen. Ich war dort mal auf dem Weihnachtsmarkt und ich finde, es ist eine schöne Atmosphäre, besonders wenn dort Schnee liegt. Deswegen auch im Winter. Und das versuchen wir jetzt halt noch auszuarbeiten. Würde mich freuen, wenn es klappt.
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