Fitness-Booster Klassik: Wie Sie mit Mozart & Co Ihre Leistung steigern können

Fitness-Booster Klassik: Wie Sie mit Mozart & Co Ihre Leistung steigern können

Klassische Musik beim Sport? Während die meisten zu treibenden Hip-Hop-Beats, Electro oder Pop trainieren, zeigen neueste wissenschaftliche Studien, dass auch klassische Musik zu sportliche Höchstleistungen antreiben kann.

JoggerinFoto: © [Penatic Studio]/stock.adobe.com

Top-Leistung durch Musik

Viele kennen es: Ob Haus- oder Gartenarbeit, Heimwerken oder lange Autofahrten – so vieles geht leichter mit Musik. Das gilt besonders für den Körper- und Muskelaufbau. Der Psychologe und Sportwissenschaftler Costas Karageorghis von der Brunel Universität in London erforscht seit 30 Jahren, wie Musik die sportliche Leistung beeinflusst. Seine Studien zeigen, dass Musik uns motiviert, Schmerzen lindern und das Training subjektiv schneller vergehen lassen kann. So stellte er etwa fest, dass bei musikhörenden Sportlern die Sauerstoffaufnahme im Blut um 67 Prozent niedriger war als bei denen, die darauf verzichteten. Ein deutlicher Hinweis auf eine energieeffizientere Bewegung. Zudem reduziert Musik die Aktivität jener Gehirnareale, die Erschöpfung signalisieren, wodurch wir länger aktiv bleiben können.

Die perfekte Power-Playlist

Stücke wie die Overtüre von Rossinis Wilhelm-Tell oder das Präludium aus Bizets Oper Carmen können ähnliche Effekte wie moderne Beats erzielen: Sie heizen uns an und motivieren zu mehr Leistung. Laut Karageorghis ist die Wirkung sogar noch besser, wenn man Klassik nach dem Training hört: „Unsere Untersuchungen zeigen, dass beruhigende Musik das Stresshormon Cortisol schneller senken kann.“ Genau das, wonach unser Körper nach großen Anstrengungen verlangt. Für einen schnellen Entspannungsmodus empfielt der Forscher zum Beispiel beruhigende Stücke wie Vivaldis „Der Frühling“.

Wichtig für eine effektive Leistungssteigerung ist vor allem, dass uns die Musik gefällt. Eine Studie der kanadischen McMaster University zeigte, dass Sportler bei hochintensivem Intervalltraining bis zu 1,6-mal mehr Übungen schafften, wenn sie dabei ihre Lieblingsmusik hörten. Vertraute Melodien können Glückshormone wie Dopamin und Endorphin freisetzen. Und genau das wirkt sich positiv auf die unsere Leistung aus.

Sport hat viele großartige Effekte auf uns Menschen. Wir steigern damit unsere Gesundheit, unser Selbstbewusstsein und das allgemeine Wohlbefinden. Noch mehr, wenn wir dabei unsere Lieblingsmusik hören. Sie möchten sich selbst davon überzeugen? Wir haben die perfekte Playlist für Ihr nächste Training zusammengestellt: die tollen, motivierenden Stücke auf „Gute Laune Klassik“.


Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Die, die bleibt: Zum Geburtstag von Anne-Sophie Mutter
Anne-Sophie Mutter spielt mit geschlossenen Augen Geige

Die, die bleibt: Zum Geburtstag von Anne-Sophie Mutter

Es ist die Geschichte eines Mädchen aus Rheinfelden, das früh mehr war als ein Wunderkind, über Karajan und die Freiheit, sich von keinem Mentor vereinnahmen zu lassen, über Ruhm, der nie in bloße Prominenz kippte. Und über eine Künstlerin, die in der Carnegie Hall ebenso überzeugt wie vor Millionenpublikum im Fernsehen, weil sie etwas Seltenes besitzt: Glanz ohne Eitelkeit.

„Singspiel ist wie Karaoke, nur dass die Leute hier wirklich singen können!"
Bülent Ceylan bei seinem Operndebüt

Bülent Ceylan erobert die Oper:
„Singspiel ist wie Karaoke, nur dass die Leute hier wirklich singen können!"

So haben Sie Mozarts „Entführung aus dem Serail“ sicher noch nie gesehen: mit Comedian Bülent Ceylan in der Rolle als Herscher Bassa Selim und als Kommentator. Am Samstag feiert er sein Operndebüt an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, warum dieses Werk von Mozart für ihn besonders spannend ist, wie er altes und neues Opernpublikum überraschen will und was Bach und Beethoven mit Metal Rock gemeinsam haben.

München, Paris, New York: 13-jähriger Pianist erobert die Klassik-Welt
Emanuel de la Torre vor der Carnegie Hall

München, Paris, New York: 13-jähriger Pianist erobert die Klassik-Welt

Mit nur 13 Jahren hat Emanuel de la Torre Quiroz schon in der Carnegie Hall gespielt - und am Wochenende in Paris sogar doppelt gewonnen. Im Gespräch mit Klassik Radio-Redakteurin Farah Losch erzählt Emanuel von seiner Liebe zum Klavier, seinen Zielen und deutet an: irgendwie ist er trotzdem ein ganz normaler Teenager.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national