"Ich brauche die Balance verschiedener Genres"

Interview mit Daniel Ottensamer "Ich brauche die Balance verschiedener Genres"

Er ist einer der besten Klarinettisten der Welt: Der Österreicher Daniel Ottensamer.  Heute erscheint sein neues Album.

Klarinettist Daniel Ottensamer  Foto: Julia Stix

Das neue Album und die Liebe zu Grieg 

Klarinettist Daniel Ottensamer veröffentlicht heute sein neues Album. Darauf sind zum Beispiel das Klarinettenkonzert des dänischen Komponisten Carl Nielsen oder die "Lyrischen Stücke" des Norwegers Edvard Grieg zu hören. Dass sich der Musiker für Stücke von zwei Nordlichtern entschieden hat, war kein Zufall. “Edward Grieg hat ja in fast allen seinen Stücken zumindest einen Keim an nordischer Volksmusik unterlegt und daraus seine Meisterwerke gemacht. Diese Klarheit und das Pure der Musik hat mir schon immer sehr gefallen”, erzählt Ottensamer im Gespräch mit Klassik Radio.

Grieg spielt für den Musiker schon immer eine ganz besonders wichtige Rolle. Die Musik des Komponisten hat für Ottensammer etwas Leichtes und damit Schönes: “Seine Einfachheit in der Musik. Grieg hat nicht versucht, große Quantensprünge hinzulegen. Er hat einfach versucht, in der Einfachheit der Melodie Schönheit zu kreieren.”

Familie Ottensamer

Die Wiener Familie Ottensamer ist eine einzigartige Musikerdynastie. Der Vater Ernst Ottensamer war schon Solo-Klarinettist bei den Wiener Philharmonikern. Daniel Ottensamer ist dort in die Fußstapfen des Vaters getreten. Der Bruder Andreas Ottensamer ist ebenfalls Klarinettist, allerdings bei den Berliner Philharmonikern. Auch für die Zukunft der musikalischen Familiendynastie ist auch schon gesorgt: “Ich habe den Beruf meines Vaters immer wahnsinnig cool gefunden. Es war toll zu sehen, dass er Konzerte gibt und die Leute mögen es ihn zu sehen [...] Anscheinend lebe auch ich das meinen Kindern vor. Sie finden es im gewissen maßen auch toll und einer möchte jetzt auch Klarinettist werden, das rede ich ihm natürlich nicht aus.” 

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Die besondere Mischung 

Daniel Ottensamer ist ein echter Tausendsassa: Er ist ja nicht nur Klarinettist bei den Wiener Philharmonikern. Mit dem Ensemble The Philharmonics spielt er neben Klassik auch noch Gypsy, Klezmer und Latin Jazz. Außerdem widmet er sich noch der Kammermusik.  Ich könnte ohne einen dieser musikalischen Bereich schwer den Beruf ausüben. Ich brauche die Balance [...] das macht mich als Musiker komplett. Müsste ich eines davon weglassen, würde mir das sehr schwer fallen.”

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