Konzertbegleitung: Besser zu zweit als alleine

KonzertpatenschaftenKonzertbegleitung: Besser zu zweit als alleine

Konzertpatenschaft der Stuttgarter Philharmoniker: Ehrenamtliche Helfer begleiten Menschen, die alleine nicht mehr ins Konzert können.

Junge Menschen im Konzert  |  Junge Menschen im Konzert Foto: Adobe Stock

Konzertpatenschaften – ein Projekt der Stuttgarter Philharmoniker

Die Stuttgarter Philharmoniker haben das Projekt „Konzertpatenschaften“ ins Leben gerufen.  Dieses bietet Menschen, die nicht mehr allein ein Konzert besuchen können oder möchten die Möglichkeit einer Abendbegleitung. Dieses neue Projekt ist aus der Praxis heraus entstanden. Leiter der Musikvermittlung Marcus Caratelli erzählte uns von einem Gespräch mit einer Kollegin, die regelmäßig eine Freundin zu Konzerten begleitet, da sie sich allein nicht mehr traut. Um dieses Problem auch für die breite Masse zu beheben, hat Caratelli das neue Patenschafts-Modell entworfen.

„Wir vermitteln ehrenamtliche Konzertbegleiter, die dann unsere Abonnenten ins Konzert begleiten.“, erklärt Marcus Caratelli im Gespräch mit Klassik Radio, „Die Idee hinter dem Konzertpaten-Projekt ist, dass wir es Menschen ermöglichen wollen, wieder in unsere Konzerte zu kommen, die das im Moment aus unterschiedlichsten Gründen nicht können: Sei es, dass sie sich abends allein nicht mehr vor die Türe trauen, der Weg zum Konzert zu beschwerlich ist oder man einfach nicht mehr allein ins Konzert gehen möchte.“

Ein gemeinsames Erlebnis klassischer Musik

Bei einem Konzertbesuch mit einem Paten verbringt  man den kompletten Abend zusammen. Man genießt und erlebt das Konzert gemeinsam und kann sich anschließend darüber austauschen.

„Ich finde es einfach wunderschön, wenn es uns durch so ein Projekt gelingt, unterschiedlichste Menschen zusammenzubringen, die Freude am gemeinsamen Erlebnis von klassischer Musik haben", schwärmt Marcus Caratelli.

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Bewerbungsprozess

„Alle Bewerbungen laden in einem großen Pool und dann schauen wir, wie wir mögliche Paare zusammensetzten können. Da spielen verschiedene Kriterien eine Rolle, wie z.B. der Wohnort.“ Um auch die Chemie zwischen den Konzert-Pärchen sicherzustellen, gibt es vor dem Konzert ein erstes Kennenlern-Treffen. Anschließend kann entschieden werden, ob Pate und Abonnent das Konzert gemeinsam besuchen wollen. Zudem kann die Konzertwahl getroffen und organisatorische Dinge geklärt werden.

Ein voller Erfolg

Auch wenn sich das Konzertpatenschafts-Projekt erst in der Testphase befindet, kann es bereits große Erfolge feiern. Zahlreiche Anfragen und Bewerbungen sind mittlerweile im Bewerber-Pool angekommen und es wurden auch schon mehrere Konzertpaten-Pärchen erfolgreich vermittelt.

Marcus Caratelli hofft, dass es so weiter geht: „Wir freuen uns natürlich auch weiterhin, wenn es so regen Zustrom gibt und das Interesse an diesem Projekt da ist. Dann vermitteln wir auch sehr gerne.“

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