"Madame Butterfly" trifft auf Verdis "Ernani"

77. Bregenzer Festspiele:"Madame Butterfly" trifft auf Verdis "Ernani"

Heute in drei Monaten starten die Bregenzer Festspiele. Neben vielen Highlights kehrt auch "Madame Butterfly" auf die Seebühne zurück.

"Madame Butterfly" trifft auf Verdis "Ernani"Foto: Bregenzer Festspiele / Anja Köhler

"Madame Butterfly" ist zurück!

Heute in genau 3 Monaten starten die 77. Bregenzer Festspiele. Nun ist das Programm verkündet worden. Dabei steht wieder Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“ im Mittelpunkt. Regisseur Andreas Homoki freut sich schon auf die Wiederaufnahme-Premiere am 20. Juli: "Das ist total extra! Also, wenn man sagt, ich würde gerne mal in Bregenz auf dem See inszenieren, dann kann man eigentlich nicht davon ausgehen, dass man das Glück hat, dass das auch eintrifft – bei fünf Produktionen in zehn Jahren. Und, von daher bin ich sehr, sehr froh und sehr dankbar, dass sich das für mich ergeben hat. Man hat das Gefühl, dass man in jedem Teilbereich dieser Produktion irgendwie Neuland betritt und etwas Neues macht. Das ist schon ganz besonders, logisch!"

Gefühl, Emotion und Musik im Mittelpunkt

Nicht nur der Regisseur ist begeistert, auch das Publikum schwärmte schon im letzten Jahr von der Inszenierung. Denn die ist etwas ganz besonderes - meint auch Intendantin Elisabeth Sobotka: "Ich glaube, was den Erfolg ausmacht, ist, dass sich Andreas Homoki mit seinem Team einerseits so auf das Stück und andererseits auf den Ort eingelassen hat. Die Verbindung ist es. Man würde zu „Madame Butterfly“ sagen: ,Aaah, ein Kammerspiel am See mit einer großen Bühne? Das wird schwierig.‘ Genau diese Herausforderung hat das Team angenommen und hat gesagt, dass wir jetzt nicht mit großen Menschenmassen oder wilden Veränderungen anfangen können. Wir müssen den Fokus stattdessen auf die Person von „Madame Butterfly“ richten. Auf das Gefühl, auf die Emotion, auf die Musik. Das macht eine großartige Produktion am See aus, dass man nicht eine Idee vergrößert, sondern für diesen ganz speziellen Ort eine ganz spezielle Konzeption entwickelt."

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Seebühne Magnet für Opern-Erstbesucher

70 Prozent des Kartenkontingents sind dabei bereits im Vorverkauf weggegangen - Zahlen wie vor der Pandemie. Der kaufmännische Direktor, Michael Diem, weiß auch warum: "In der Krise wächst auch die Sehnsucht – und das können wir befriedigen. Also, einfach zwei oder drei Stunden einen schönen Abend erleben, sich mal etwas gönnen, vielleicht auch mal ein bisschen sparen für so einen Abend: Das wollen die Menschen. Sie wollen eine Abwechslung haben und mit Open-Air und dieser „Madame Butterfly“ auch mal etwas Neues probieren. Die Seebühne ist auch ein Magnet für Erstbesucher der Oper. Damit können wir punkten. Insofern glaube ich, dass wir sehr hohe Erwartungen haben dürfen und diese vielleicht sogar erfüllen."

Von der Zauberflöte für Kids bis zum Verdi-Meisterwerk

Insgesamt an 26 Abenden wird „Madame Butterfly“ aufgeführt. Außerdem gibt es weitere Highlights wie z.B. zeitgenössisches Musiktheater, Orchesterkonzerte mit den Wiener Symphonikern oder Mozarts „Zauberflöte“ für Kids. Eröffnet wird mit Giuseppe Verdis Meisterwerk „Ernani“ im Festspielhaus – das freut Intendantin Elisabeth Sobotka ganz besonders: "Es ist für mich eine der sprühendsten, lebendigsten, glühendsten Opern des jungen Giuseppe Verdi. Die begleitet mich schon lange, wollte ich immer machen und jetzt habe ich ein Team gefunden hier in Bregenz, das genauso brennt für dieses Stück. Das ist ja immer das Wichtige! Genau, wie am See. Es kann nur etwas Besonderes aus einem Opernabend werden, wenn die Beteiligten daran glauben und etwas damit erzählen wollen. Lotte de Beer will etwas erzählen, Enrique Mazzola, unser Conductor in Residence, will dieses Stück hier bringen. Und das ist, glaube ich, die Grundvoraussetzung. Deswegen freue ich mich auch so, dass dieses Stück die nächste Saison eröffnen wird."

Es verspricht also eine spannende Festspielsaison am Bodensee zu werden. Alle Infos auf de Website der Bregenzer Festspiele.

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