Musik lässt sich nicht in Kategorien einordnen

Hip-Hop meets KlassikMusik lässt sich nicht in Kategorien einordnen

Ein Hip-Hop-Star beim Schleswig-Holstein Musik Festival, wie passt das zusammen? Schleswig-Holstein vereint Hip-Hop mit Klassik.

Musik lässt sich nicht in Kategorien einordnen Foto: Jaro Suffner

Schwerpunkt: Johannes Brahms

Vom 02. Juli bis zum 28. August findet in diesem Jahr wieder das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) statt. Bei Rund 200 Konzerten treten an verschiedenen Spielorten verteilt in ganz Schleswig-Holstein die unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler auf. „Schwerpunktmäßig beschäftigen wir uns mit der Musik von Johannes Brahms, [...] denn es gibt noch so viel zu entdecken bei diesem Komponisten, von dem wir so viel zu wissen glauben“, erzählt der Intendant des Festivals Christian Kuhnt im Gespräch mit Klassik Radio.

Musik ist flexibel

Das SHMF ist bekannt für ausgefallene Kombinationen der verschiedenen Musikrichtungen. Christian Kuhnt sieht die Musik als Ganzes und nicht in getrennten Genres und den damit zusammenhängenden Schubladen: „Wir haben ein vielfältiges Programm. Ich sage immer, wir sind ein Musik- und kein Klassikfestival. Deshalb springen wir immer wieder über die Grenzen der verschiedenen Genres. Ich halte es sowieso für irrsinnig, dass wir versuchen, Musik in ein Korsett zu zwängen.“

Danger Dan beim Festival

In diesem Jahr holt das Festival den Hip-Hop-Star Danger Dan auf die Bühne. Der Musiker konnte die Veranstalter mit seinem musikalischen Talent überzeugen: „Die Zusammenarbeit mit Danger Dan hat ihren Anfang genommen mit dem Kennenlernen seines Songs ‚Von der Kunstfreiheit gedeckt‘. […] Wir waren sehr fasziniert von der Stärke, mit der er auch aufwühlt, provoziert und Fragen stellt.“ Vor allem mit seinen Texten und den darin enthaltenen Botschaften an seine Fans. „Für uns ist Danger Dan ein Solokünstler, der in eine Tradition von politischen und auch sehr poetischen Liedermachern tritt. Ich denke, er passt sehr gut zu uns und wir freuen uns auf sein Konzert hier in Lübeck“, erläutert Kuhnt.

Intendant Christian Kuhnt
Foto: Rouven Steinke

Überraschungen fürs Publikum

Dass Hip-Hop und Klassik zusammenpassen, ist für den Intendanten gar keine Frage: „Klassik und Hip-Hop passen sehr gut zusammen. Wir haben immer ein Kriterium: die Qualität der Musik. Wenn diese stimmt, ist es nicht mehr wichtig, welches Etikett an den musikalischen Stilen haftet, sondern dass das, was die Musikerinnen und Musikern künstlerisch schaffen, überzeugend ist.“

Danger Dan ist nicht die erste Überraschung, die es beim SHMF für das Publikum gibt. Schon häufig arbeitete Christian Kuhnt mit Musikerinnen und Musikern zusammen, die eigentlich nichts mit der Klassik zu tun haben: „Unser Publikum ist, seitdem ich Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festival wurde, gewohnt, dass wir nicht so sehr in starren Mustern verharren, sondern immer wieder Überraschungen bieten. [Es gab] viele spannende Projekte, die sich ganz schwer in Kategorien einordnen lassen.“

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Endlich wieder Festival

Am meisten freuen sich die Veranstalter allerdings darauf, ihr Publikum wieder in normaler Festivalstimmung begrüßen zu dürfen. Nach den letzten Jahren voller Einschränkungen ist jetzt die Freude groß, die Menschen wieder in normaler Form in Empfang zu nehmen: „Worauf ich mich am meisten freue? Auf Begegnungen mit unserem Publikum, auf Tränen der Rührung und der Freude. Für mich ist das Entscheidendste, Begegnungen herzustellen zwischen unserem Publikum und den Musikerinnen und Musikern.“

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