Musiktheorie: Woher stammen Dur und Moll?

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In unserer Rubrik Alltagswissen beantworten wir jede Woche eine musikalische Frage nicht nur on air, sondern auch hier zum Nachlesen.

Hand mit Fragezeichen KarteFoto: Klassik Radio

Die uns heute bekannte Dur-Moll-Tonalität findet ihren Ursprung in der Musik des Mittelalters. Damals gab es noch diverse Kirchentonarten, doch mit der Zeit stellten sich zwei davon, die ionische und die äolische, als die beliebtesten heraus. Die beiden Tonarten sind identisch mit den heutigen C-Dur und a-Moll-Tonleitern. 1722 veröffentlichte Johann Sebastian Bach "Das wohltemperierte Klavier". Darin verwendete er alle Moll und Dur-Tonarten mindestens einmal. Mittlerweile sind Dur und Moll die in Europa am häufigsten genutzten Tongeschlechter. 

Die Begriffe Dur und Moll stammen aus dem Lateinischen: Dur von "durus" bedeutet hart und Moll von "mollis" steht für weich. Heute beschreibt man die Anmutung von Dur eher mit fröhlich und positiv, während Moll eine eher melancholische Wirkung erzeugt. 

Gute Frage! Ohrners Alltagswissen mit Thomas Ohrner hören Sie jeden Morgen um 11:40.

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(20.06.2021/A.Kohler)

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