Neue Äußerungen zur Ukrainekrise aus der Klassik

Weitere Reaktionen aus der KulturNeue Äußerungen zur Ukrainekrise aus der Klassik

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns, auch in der Welt der Klassik. Hier finden Sie die neusten Stimmen zur Ukrainekrise.

Neue Äußerungen zur Ukrainekrise aus der Klassik Foto: Max Kukurudziak on Unsplash

Netrebko sagt Konzerte ab

Nachdem sich u.a. die Mailänder Scala und die Münchner Philharmoniker von Valery Gergiev getrennt haben, da er sich nicht gegen sich nicht von Putin distanziert hat, handelt nun auch  Anna Netrebko. Sie positioniert sich zwar gegen den Krieg aber nicht gegen Putin und hat von sich aus beschlossen, in der kommenden Zeit erst einmal nicht mehr auf die Bühne zu treten. Die Sängerin sagte in diesem Zuge, alle anstehenden Konzerte ab. Über ihren Konzertveranstalter sagte Netrebko dazu: "Nach reiflicher Überlegung habe ich die äußerst schwierige Entscheidung getroffen, mich bis auf Weiteres aus dem Konzertleben zurückzuziehen. Es ist nicht die richtige Zeit für mich aufzutreten und zu musizieren. Ich hoffe, dass mein Publikum diese Entscheidung verstehen wird".

Konzert für den Frieden von Daniel Hope und Alexej Botwinow

Auch weitere Künstlerinnen und Künstler melden sich zu Wort. Unter dem #notspeechless fordern Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt Frieden. Unteranderem der britische Star-Geiger Daniel Hope. „Wir senden Ihnen unsere allerherzlichsten Grüße, unsere Solidarität und unsere stärkste Unterstützung“, sagt Hope, der gerade versucht, Musikerinnen und Musiker in der Ukraine zu helfen. Gemeinsam mit Alexej Botwinow gab er in der vergangenen Woche ein Konzert für den Frieden in der Dresdner Frauenkirche. „Denken Sie bitte an die Tragödie, die gerade passiert und setzen Sie sich für die Ukraine ein, so gut Sie können, denn wir sind unschuldig. Wir wollen Frieden. Unser Land möchte frei und unabhängig sein, das ist alles“, sagt der ukrainische Pianist.

Emotionale Worte von Oksana Lyniv

Ebenfalls ein Teil der #notspeechless Aktion ist die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv. Zurzeit ist sie Generalmusikdirektorin am Teatro Communale di Bologna. In ihrem Heimatland gründete Lyniv das Klassikfestival LvivMozArt und das Youth Symphony Orchestra of Ukraine. In einem bewegenden Statement erzählte die Musikerin von den Sorgen und Ängsten ihrer Familie und Freunde in ihrem Heimatland: „Jede Sekunde kostet Opfer […] wir hoffen, dass der Frieden zurückkehrt und dass wir mit unserer Musik […] euch alle umarmen können.“

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