Vielseitig, aber nichts für Vegetarier! 5 Fun Facts zum Cello

Internationaler Tag des CellosVielseitig, aber nichts für Vegetarier! 5 Fun Facts zum Cello

Am 29. Dezember ist der internationale Tag des Cellos – ein Instrument, das durch seine warme Klangfarbe und großen Tonumfang Musikliebhaber begeistert. Zur Feier des Tages kommen hier 5 spannende Fakten rund um das Violoncello, die Sie vielleicht noch nicht kannten.

Cello-SpielerFoto: BortN66/stock.adobe.com

1. Das Mysterium um eins der teuersten Cellos der Welt

Eins der teuersten Cellos der Welt kann doch nur von einem kommen: Antonio Stradivari. Neben seinen berühmten Geigen hat er mit seiner feinen Handwerkskunst auch legendäre Celli gefertigt. Im Jahr 1711 hat Stradivarius das „Duport Stradivarius Cello“ gebaut. Und für 20 Millionen Dollar soll es die Nippon Music Foundation 2008 gekauft haben.

Und für diesen Preis bekommt man auch was – und zwar ganz schön viel Geschichte: Denn Star-Cellist Jean-Louis Duport hat das Cello gespielt. Aber nicht nur er: Eine Anekdote besagt, dass Napoleon einmal ein Konzert von Duport besucht haben soll. Begeistert von der Musik wollte Napoleon selbst versuchen das Violoncello zu spielen, scheiterte aber. Frustriert soll er dem „Duport Stradivarius“ einen Kick gegeben haben, der eine Delle in dem Instrument hinterließ.

Trotz Delle wanderte das Cello weiter von Besitzer zu Besitzer bis hin zum nächsten Star-Cellist: Mstislaw Rostropovich. Nach seinem Tod gelangte das Cello dann zur besagten Nippon Music Foundation. Oder vielleicht auch nicht? Rostropovichs Erben behaupten nämlich das „Duport Stradivarius Cello“ wäre noch in ihrem Besitz. Wo sich das Cello heute befindet, ist also ein Mysterium!

 Stradivari Duport bei Konzert
Foto: Gemeinfrei
Mstislav Rostropovich spielt auf dem Duport-Stradivari-Cello (1978 im Weißen Haus)

2. Celli aus dem 3D-Drucker

Es geht auch günstiger – und zwar aus dem 3D-Drucker. Hört sich nach Zukunftsmusik an, gibt es aber wirklich – und laut den Produzenten der 3D-Drucker-Celli sogar in Studioqualität.

Ein Start-up verabschiedet sich vom Holz und begrüßt die Zukunft des Violoncellos mit Kohlefaser und Polymermaterialien. Dadurch seien die Instrumente leicht, robust und würden Temperaturschwankungen, im Gegensatz zu normalen Celli, besser überstehen. Der Klang soll trotz anderer Materialien voll und resonant sein. Auch, wenn den meisten Musikliebhabern ein echtes Cello vielleicht lieber ist, zeigt dieser Fun Fact wie sich das Cello in der modernen Welt neu erfinden kann.

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3. Der menschlichen Stimme ähnlich

Und Apropos Klang: Das Violoncello wird oft als Instrument beschrieben, das der menschlichen Stimme sehr ähnlich ist. Die Tonlage liegt nahe an der Alt- und Baritonlage und begeistert mit seinem Tonumfang. Fast fünf Oktaven umfasst das Cello und verzaubert mit seiner warmen, tiefen Klangfarbe.Kein Wunder, dass das Cello in so vielen Musikgenres eine zentrale Rolle spielt: von Klassik über Filmmusik und Jazz bis hin zu Rock und Pop.


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4. Der Stachel – ein echter Allrounder

Ein echter Star ist das Cello, in einer Sache aber eher so semi-beliebt – zumindest bei Echtholzböden. Denn der spitze Stachel, mit dem die Cellisten ihr Instrument abstellen, kann auf Holzböden schonmal ein Loch hinterlassen.

Er ist aber gleichzeitig auch das Geheimnis hinter dem Klang. Denn der Kontakt vom Stachel auf den Holzboden versetzt die Bühnen in Schwingung.

Aber nicht nur einen schönen Klang schafft der Stachel – er bewahrt die Musiker auch vor Schmerzen in den Beinen und im Rücken! Denn bevor es den Stachel gab, hielten die Musiker das Cello mit den Beinen fest oder es gab extra Löcher im oberen Teil der Celli. So konnten die Musiker das Cello umhängen und im Stehen oder sogar im Gehen spielen.

Cello mit Stachel
Foto: Minerva Studio/stock.adobe.com
Das Geheimnis des guten Klangs (und eines bequemen Spiels): Der Cello-Stachel

5. Nichts für Vegetarier

Cellosaiten wurden oder werden teilweise auch heute noch aus tierischem Darm hergestellt. Beim Spielen merkt man davon aber glücklicherweise aber nichts. Denn der Darm- oder Kunststoffkern der Saiten ist mit Metall umwickelt. Und auch der Leim, der das Cello zusammenhält, ist tierischen Ursprungs. Der Vorteil? Er dringt tief in die Holzporen ein, sodass am Ende keine Klebespuren am Instrument sichtbar sind.

Orchester spielt Cello
Foto: DeshaCAM/stock.adobe.com
Vielseitig, klangstark und einfach aussergewöhnlich: Das Cello

Fazit:

Das Cello ist unheimlich vielseitig. Es begeistert mit historischen Fakten, lustigen Anekdoten und seinem außergewöhnlichen Klang. Und ja – wer konsequent vegetarisch lebt, nimmt in Zukunft vielleicht Abstand von traditionellen Celli. Aber es gibt ja auch noch Celli aus dem 3D-Drucker!

Farah Losch / 28.12.2025

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