War das FBI etwa Leonard Bernstein-Fan?

War das FBI etwa Leonard Bernstein-Fan?

Am 06. Dezember startete „Maestro“ im Kino. Jetzt ist die Biographie zu Leonard Bernstein auch auf Netflix zu sehen. Was das FBI mit dem Leben des Star-Komponisten zu tun hat? Wir verraten es Ihnen.

Leonard BernsteinFoto: © Sony Music

Leonard Bernstein gehört zu den bekanntesten Dirigenten der klassischen Musikszene überhaupt. Seit dem 06. Dezember läuft die Filmbiographie über den Mann hinter dem Taktstock in den Kinos. Nun ist sie auch auf Netflix zu sehen.

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Zur Netflix Premiere mit Bradley Cooper in der Hauptrolle haben wir uns das Leben von Leonard Bernstein etwas genauer angesehen und stellen uns nun die Frage: War das FBI etwa großer Bernstein Fan? 

Tatsächlich war Bernstein dafür bekannt sich mit schwierigen Fragen der aktuellen Zeit auseinanderzusetzen. Infolgedessen wurden seine Ansichten einmal in einem antikommunistischen Bericht von Joseph McCarthy aufgegriffen. Wenn man in diesen sogenannten „Red Channels“ von McCarthy genannt wurde, stand den meisten Persönlichkeiten ein Karriereaus bevor. Sie landeten auf Schwarzen Listen und mussten vor Ausschüssen des Repräsentantenhauses vorstellig werden. Bernstein gelang es aber tatsächlich, den Anhörungen McCarthys zu entgehen. Dennoch legte das FBI eine 800seitige Akte über ihn und all seine Aktivitäten an, um ihn streng überwachen zu können.

Ob man durch die Akte sogar herausbekommen hat, wo er seinen Taktstock aufbewahrt hat?

Valeska Baader / 20.12.2023

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Hits, Herzklopfen und Weihnachtszauber: Bachs Oratorium begeistert seit 300 Jahren
Johann Sebastian Bach, Gemälde von Gebel

Hits, Herzklopfen und Weihnachtszauber: Bachs Oratorium begeistert seit 300 Jahren

Weihnachten ohne Musik von Bach? Kaum vorstellbar. Doch das Weihnachtsoratorium ist viel mehr als alte Kirchenmusik: ein clever komponiertes Meisterwerk, voller großer Gefühle, überraschender Momente – und ein echter Hit seiner Zeit. Erfahrt in diesem Artikel, wie Bach Geschichten erzählte, Melodien recycelte und ein Werk schuf, das bis heute verzaubert.

Vom Biedermeier zur großen Bühnenkunst - Wie „Hänsel und Gretel“ zur Weihnachtsoper wurde
Hänsel und Gretel Comicversion

Vom Biedermeier zur großen Bühnenkunst - Wie „Hänsel und Gretel“ zur Weihnachtsoper wurde

Bevor Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel zur berühmtesten Märchenoper der Musikgeschichte machte, war der Stoff bereits auf deutschen Bühnen zu Hause. Doch erst seine Version verwandelte das Grimmsche Märchen in ein Werk von zeitloser Tiefe. Warum gerade diese Oper überlebte, was sich über die Jahrzehnte verändert hat und wie Humperdinck sich sein Werk selbst dachte – ein Blick hinter die Kulissen und zu hören am 4. Advent bei Klassik Radio.

Ho Ho Houston! Wie „Jingle Bells“ das erste Lied im Weltraum wurde
NASA-Raumstation Gemini 7

Vor 60 Jahren
Ho Ho Houston! Wie „Jingle Bells“ das erste Lied im Weltraum wurde

Am 16. Dezember 1965, hoch über der Erde, erlaubten sich zwei NASA-Astronauten einen kleinen Scherz – und schrieben ganz nebenbei Musikgeschichte. Mit Glöckchen, Mundharmonika und einer gehörigen Portion Humor schenkten sie der Welt ein Weihnachtslied aus dem Orbit. Eine kleine Geschichte über den vielleicht ungewöhnlichsten Weihnachtsgruß überhaupt.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national