5 kuriose Fakten zum 100. Todestag von Giacomo Puccini

5 kuriose Fakten zum 100. Todestag von Giacomo Puccini

Puccini war nicht nur ein Traditionalist mit Gespür für große Opernmelodien, sondern auch ein technikbegeisterter Innovator. Ob in seiner Musik oder im Leben – er bewegte sich immer am Puls der Zeit.

5 kuriose Fakten zum 100. Todestag von Giacomo PucciniFoto: A. Dupont/Wikipedia

Heute, am 29. November 2024, jährt sich der Tod von Giacomo Puccini zum 100. Mal. Als einer der erfolgreichsten Opernkomponisten der Musikgeschichte sind Werke wie La Bohème, Tosca und Madama Butterfly auch heute unverzichtbar im Opernprogramm. Doch hinter dem Komponisten verbirgt sich ein Mann mit vielen Eigenheiten. Hier sind fünf kuriose Fakten über den Maestro, die Sie sicherlich noch nicht kannten: 

1. Das Fahrrad als Diätplan

Giacomo Puccini war ein wahrer Genießer, der gutes Essen und noch besseren Wein zu schätzen wusste – vielleicht ein bisschen zu sehr. Unter seinen Freunden war er auch als „uomo palla“ (Kugelmann) bekannt. Doch Puccini wollte sich mit dem wachsenden Bauchumfang, der wie ein direkter Spiegel seines wachsenden Ruhms zu sein schien, nicht abfinden. Die Lösung? Keine langatmigen Spaziergänge oder Workouts, sondern das Nonplusultra der damaligen Technik: ein Fahrrad mit gefedertem Sattel, Baujahr 1893. Sein Enthusiasmus war groß – seine ersten Fahrkünste weniger. Bei einem seiner ersten Ausflüge landete er wenig heldenhaft in einem Tümpel. Doch der Maestro ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Mit der Hartnäckigkeit, mit der er Opern schrieb, übte er auch das Fahrradfahren weiter und wurde bald so sicher auf zwei Rädern, dass er sogar an Fahrradrennen teilnahm. 

2. Der erste prominente Autounfall in Italien

Inmitten seines Ruhms als Opernkomponist begann Puccini ab 1900 regelmäßig die neuesten Automodelle zu erwerben. Insgesamt fuhr er schließlich 14 Autos voller Stolz durch die Toskana. Dabei war der Opernkomponist nicht nur der erste Autofahrer in seinem Heimatdorf Torre del Lago, sondern auch der erste prominente Unfallfahrer Italiens. Im Frühjahr 1903 rutschte sein Wagen in einer regnerischen Nachtfahrt bei Lucca in den Graben. Puccini, der nicht selbst am Steuer saß, brach sich das rechte Schienbein. Die Bilder, die ihn ans Krankenbett gefesselt zeigen, gingen durch die Presse.  

3. Madame Butterfly entsteht mit Gips am Bein

Der Maestro war so besessen vom Komponieren, dass selbst sein gebrochenes Bein ihn nicht aufhielt. Während seiner Genesung nach dem Autounfall schrieb er trotz eines Gips am Bein Teile von Madame Butterfly. Sein Klavier wurde dafür sogar eigens so platziert, dass er es bequem vom Rollstuhl aus erreichen konnte.  

4. Wohlstand ohne Glanz

Puccinis Musik brachte ihm nicht nur immer mehr Ruhm, sondern auch ein beachtliches finanzielles Vermögen ein. So wuchsen seine Einnahmen durch die fortwährenden Aufführungen seiner Opern stetig an. Bei seinem Tod soll er, wie man heute sagt, schließlich ein Vermögen von 200 Millionen Dollar gehabt haben. Der Mann, der in einem bescheidenen Häuschen in Torre del Lago komponierte, wurde somit posthum zu einem der reichsten Komponisten der klassischen Musik – und das, ohne je in einem Luxuspalast residiert zu haben.  

5. Puccini düst mit ‚Cio-Cio-San‘ über das Wasser

Mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein und einer guten Prise italienischer Lebensfreude erzählte Puccini eines Tages seinen Freunden stolz von seiner neuesten Errungenschaft: einer Motoryacht mit 100 PS, die beeindruckende 40 km/h auf dem Wasser erreichte. Der Name für das edle Schiff kam ihm dabei ganz opernhaft – er taufte sie auf den klangvollen Namen „Cio-Cio-San“, nach der tragischen Heldin seiner berühmtesten Oper Madama Butterfly. Vielleicht wollte er auf dem Wasser genauso schnell und unaufhaltsam vorankommen wie auf der Bühne?

Giacomo Puccini schönste und beliebteste Werke können Sie auch bei Klassik Radio Plus unter dem Sender "Best of Oper" hören:

Valeska Baader / 29.11.2024

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