Mit Clemens Meffert aus Ludwigsburg

Die persönliche NoteMit Clemens Meffert aus Ludwigsburg

Hörerinnen und Hörer kommen bei uns zu Wort mit einer ganz besonderen Geschichte zur Klassik-Welt.

Hand mit Stift mit grünlichem SchimmerFoto: © Klassik Radio

Mein ganzes Leben lang habe ich bereits mit Musik zu tun

ch bin gelernter Musikalienhändler und war zunächst in Koblenz tätig. Danach bin ich in die Schweiz nach Basel zu Musik Hug, einem großem Musikhaus. Alle großen Musiker kauften damals dort ein. Zahlreiche internationaler Künstler zählten damals zu unseren Kunden. Dort bin ich auch zahlreichen der größten Interpreten begegnet. 

Eines Tages kam zum Beispiel Elisabeth Schwarzkopf in das Geschäft. Ich war am Vorabend auf ihrem Konzert und habe sie natürlich sofort erkannt. Während ich sie bediente fragte sie mich „wie hat Ihnen mein gestriges Konzert gefallen?“ Da fiel mir die Kinnlade herunter, das kann ja gar nicht sein, dass diese Frau mich mitten im Publikum sieht, dachte ich mir. Das war jetzt schon vor 40 Jahren.

Viele Kontakte zu bekannten Künstlern

Später bin ich dann nach Hamburg zu einem internationalen Musikhandel gegangen und habe schlussendlich mein eigenes Geschäft in Ludwigsburg eröffnet. Dort habe ich dann auch immer die Ludwigsburger Schlossfestspiele mit Noten ausgestattet. Dadurch habe ich weitere bekannte Künstler kennen gelernt und mich über jedes Treffen und jedes Gespräch gefreut. Zum Beispiel habe ich den Violinisten Gidon Kremer, die Pianistinnen Katia und Marielle Labèque und viele mehr kennen gelernt und zu fast jedem davon eine spannende Geschichte zu erzählen.

Klassik Radio Hörer Clemens Meffert
Foto: Klassik Radio AG

Noten aus der ganzen Welt

Eine meiner großen Stärken war es ausgefallene Note irgendwo auf dieser Welt aufzutreiben. So habe ich vor dem Fall der Mauer Noten aus der Staats Bibliothek Moskau beschafft. Dort lagen diese aber nur als Mikrofilm. Die Staatsbibliothek hat mir sogar je 1 Exemplar im Druck erstellt und mir gestattet so viel Exemplare zu erstellen, wie wir für ein großes Open-Air-Konzert benötigen werden. Wir mussten uns nur verpflichten, die Noten nicht weiterzugeben, sondern diese entweder zu vernichten oder im Archiv unter Verschluss zu bringen. Das haben wir auch getan. Immer wieder habe ich Ähnliches erreicht und erlebt, das andere für unmöglich hielten.

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