Es gibt Serien, die ihre Zeit prägen. Und es gibt Star Trek. Seit 1966 fliegt die Enterprise durch das All, Captain Kirk und später Jean-Luc Picard begegnen fremden Welten, Zivilisationen und immer wieder den großen Fragen des Menschseins. Gene Roddenberrys Vision hat dabei erstaunlich wenig von ihrer Strahlkraft verloren - genau wie die Musik.

Manchmal braucht es nur drei Töne. Dann ist sie da: diese Mischung aus Sehnsucht, Aufbruch und einem kleinen Schuss Größenwahnsinn. Die Enterprise gleitet durchs All, irgendwo wartet eine neue Welt – und in uns meldet sich dieses alte, erstaunlich hartnäckige Gefühl: Los geht’s.
Am 8. September 1966 begann diese Reise. Heute, sechzig Jahre später ist aus Gene Roddenberrys Zukunftsvision ein kulturelles Universum geworden, das Generationen überdauert hat. Denn "Star Trek" hat nie nur davon erzählt, was hinter dem nächsten Planeten liegt. Die Serie hat uns gefragt, was aus uns selbst werden könnte.
Als Roddenberry "Star Trek" entwickelte, war die Welt weit entfernt von einer friedlichen Zukunft. Seine Antwort darauf: Er schickte die Menschheit einfach ein paar Jahrhunderte nach vorn.
Sein „Wagon Train to the Stars“ war Western und Utopie zugleich. Auf der Enterprise konnte man über Vorurteile, Macht, Krieg und Moral erzählen – mit Vulkaniern, Klingonen und anderen fremden Wesen, in denen wir uns am Ende selbst erkannten.
Roddenberry entwarf eine Zukunft, in der die Menschen gelernt hatten, besser miteinander umzugehen. Neugier statt Angst. Zusammenarbeit statt Eroberung. Und genau deshalb wirkt Star Trek bis heute erstaunlich frisch.

Natürlich wäre "Star Trek" ohne seine Figuren nicht "Star Trek". Kirk stürzte sich mit Charme und Mut ins Unbekannte. Picard begegnete ihm mit Ruhe, Bildung und einem Shakespeare-Zitat. Sisko, Janeway, Archer und all die anderen brachten ihre eigenen Antworten mit.
Doch unter all den Abenteuern blieb eine Frage: Wie verhalten wir uns, wenn wir Macht haben? Vielleicht ist das spannender als jede Frage nach Warp-Antrieb und Wurmlöchern.
👉 Auf Klassik Radio Plus finden Sie nicht nur alle Star Trek-Soundtracks, sondern auch epische Scores von vielen weiteren Blockbustern. Einfach Play drücken!
Unendliche musikalische Weiten uf der großen Bühne: Bei „Die Nacht der Filmmusik – Klassik Radio Live in Concert 2026“ erklingen die großen Soundtracks von "Star Trek", "Harry Potter", "Fluch der Karibik", "E.T.", "Wicked" und vielen mehr. Pete Harrison dirigiert unser 80-köpfiges Klassik Radio Pops Orchester, durch den Abend führt Thomas Ohrner.
16 Konzerte in Deutschland und Österreich – jetzt Tickets sichern!

Die Enterprise kommt nicht einfach ins Bild. Sie bekommt einen musikalischen Auftritt.
Alexander Courage gab "Star Trek" 1966 mit seinem legendären Thema seine musikalische DNA: eine Fanfare die das Gefühl des Aufbruchs, der Weite und Abenteuer nahbar macht. Musik, größer als der TV-Bildschirm.
Dann kam Jerry Goldsmith. Für "Star Trek: Der Film" schuf er einen Soundtrack, der Größe, Geheimnis und Romantik miteinander verband – und dessen Thema später zur musikalischen Signatur von "The Next Generation" wurde.
James Horner, Cliff Eidelman, Dennis McCarthy, Jay Chattaway, Michael Giacchino, Jeff Russo und viele andere führten diese Tradition weiter. Jeder auf seine Weise, jeder mit seinem eigenen Klang.
Genau darin liegt ein Teil der Magie: Ein paar vertraute Töne können genügen, und sechs Jahrzehnte "Star-Trek"-Geschichte sind plötzlich wieder da.
Wer Kirk erlebt hat, hört Courage und ist wieder vor dem Fernseher. Wer Picard kennt, hört Goldsmith und sieht die Enterprise-D vor sich. Wer mit den Kinofilmen aufgewachsen ist, verbindet Horner oder Giacchino mit dem Moment, in dem ein Raumschiff die große Leinwand ausfüllte.
Musik macht aus einer Serie etwas Persönliches. Vielleicht ist das der Grund, warum "Star Trek" auch nach 60 Jahren nicht wie ein überholtes Relikt wirkt. Es ist wie ein alter Lieblingssong. Man hört die ersten Töne – und weiß sofort wieder, warum man ihn geliebt hat.
Sechzig Jahre "Star Trek": Serien, Filme, Figuren, Bücher, Konzerte und unzählige Erinnerungen. Aber vielleicht ist "Star Trek" gar nicht deshalb so langlebig, weil es uns gezeigt hat, wie die Zukunft aussieht. Sondern weil es uns daran erinnert, wie sie sich anfühlen könnte.
Wenn die Enterprise aus dem Dunkel auftaucht, Kirk oder Picard auf die Brücke treten und diese ersten unverwechselbaren Töne erklingen, ist die Zukunft plötzlich ganz nah.
Auf die nächsten 60 Jahre.
Live long and prosper.
Unser Herz schlägt nicht nur für große Kinomomente, sondern auch für die Musik, die sie unvergesslich macht. In unserer Musik-App haben wir einen eigenen Bereich geschaffen, der ganz der Filmmusik gewidmet ist – von epischen Orchestern bis zu gefühlvollen Melodien:
* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis


