Bregenzer Festspiele 2026: Verdis "La traviata" eröffnet den Jubiläumssommer

Bregenzer Festspiele 2026: Verdis "La traviata" eröffnet den Jubiläumssommer

Die Bregenzer Festspiele haben ihr Programm für 2026 vorgestellt. Zum 80. Jubiläum steht Giuseppe Verdis berühmte Oper erstmals als „Spiel auf dem See“ auf dem Programm – ein Höhepunkt in der langen Erfolgsgeschichte des Bodenseefestivals, das seit jeher für große Opernerlebnisse und künstlerische Vielfalt steht.

Bregenzer Festspiele Foto: Anja Köhler

Mit einem Klassiker der italienischen Opernliteratur feiern die Bregenzer Festspiele im Sommer 2026 ihr 80-jähriges Bestehen. Wie das Festival am 12. November bekannt gab, wird Giuseppe Verdis "La traviata" das „Spiel auf dem See“ eröffnen – und damit zum ersten Mal in der Geschichte der Festspiele auf der Seebühne zu erleben sein.

Für die neue Intendantin Lilli Paasikivi ist die Wahl bewusst auf ein Werk gefallen, das musikalische Schönheit und menschliche Tiefe vereint. "Auf der Seebühne muss man schöne Musik haben und einfache, starke Geschichten. Und "Traviata" ist alles das."

Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 verkörpern die Festspiele eine Idee, die heute aktueller ist, denn je: Kunst ist für alle da. Acht Jahrzehnte lang haben unsere Besucherinnen und Besucher Musik, Theater und unvergessliche künstlerische Begegnungen erlebt.

Lilli Paasikivi
Intendantin der Bregenzer Festspiele

Die Festspiele sind nicht das einzige Musik-Highlight in Bregenz - auch Klassik Radio Live in Concert gastiert 2025 und 2026 in der schönen Stadt am Bodensee. Es erwartet Sie ein fantastischer Abend mit den schönsten Melodien aus über 50 Jahren Filmgeschichte. Von John Williams' ikonischem "Star Wars"-Thema über Howard Shores fantasievolle Musik zu "Herr der Ringe" bis hin zur eigens vom Bully-Komponisten Ralf Wengenmayr für die Konzertreihe geschriebenen Version von "Das Kanu des Manitu". Wir lassen die Herzen der Kinofans höher schlagen!

Klassik Radio Live in Concert Banner Home mobile NEU Juli 2025

Regisseur Damiano Michieletto und Bühnenbildner Paolo Fantin verlegen die Handlung in die 1920er Jahre – in eine Welt zwischen Jazz, Glanz und Illusion. „Es war für mich immer ein Traum, nach Bregenz zu kommen und hier am See zu arbeiten“, sagt Michieletto. „Weil es speziell und einzigartig ist.“

Das Festival lebt bis heute von der Zusammenarbeit zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Fachleuten, Publikum und der gesamte Bodensee-Region. Wir verfolgen ein Ziel, gemeinsam zu schaffen, einander zu inspirieren und uns der Leidenschaft hinzugeben, die die Kunst in uns allen entfacht.

Lilli Paasikivi
Intendantin der Bregenzer Festspiele

Auch wirtschaftlich sieht sich das Festival gut gerüstet: Laut Festspiel-Direktor Michael Diem laufe der Vorverkauf „sprichwörtlich wie die warmen Semmeln“. Das Interesse am neuen Programm sei enorm, betont er, und die Seebühnenproduktion ziehe „als Lokomotive“ auch das übrige Festival mit.

Der Freischütz (Bregenzer Festspiele 2025)
Foto: Bregenzer Festspiele / Daniel Ammann
Bühnenbild der Freischütz-Aufführung (2025)

Neben Verdi steht im Festspielhaus Leoš Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ auf dem Spielplan – eine Oper voller Fantasie, Witz und Gesellschaftskritik. Ergänzt wird das Programm durch zwei Musiktheater-Uraufführungen auf der Werkstattbühne, eine romantische Komödie im Opernstudio, ein Gastspiel des Wiener Burgtheaters sowie zahlreiche Orchesterkonzerte. Insgesamt sind rund 80 Veranstaltungen geplant.

Für Festspielpräsident Hans-Peter Metzler ist das Jubiläumsjahr ein Anlass zum Innehalten – und zum Blick nach vorn: „Wir haben einen wunderbaren Grund, kurz innezuhalten und stolz zu sein auf das, was über Jahrzehnte geschaffen wurde – und zugleich voller Freude nach vorn zu schauen.“

Der 80. Festspielsommer am Bodensee findet vom 22. Juli bis 23. August 2026 statt.


Für alle die nicht bis 2026 warten wollen um die schönsten Opernwerke zu genießen, haben wir die perfekte Möglichkeit für Sie, sich auf den Festvalsommer einzustimmen: "Best of Oper" bei Klassik Radio Plus.

Holger Hermannsen / 11.11.2025

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