Schätzings Schwarm startet als Serie

Teuerste deutsche Serie aller ZeitenSchätzings Schwarm startet als Serie

Es ist die bisher aufwendigste deutschsprachige Fernsehproduktion der Geschichte – die Verfilmung von Frank Schätzings Bestseller „Der Schwarm“ als achtteilige Thrillerserie.

Schätzings Schwarm startet als SerieFoto: ZDF und Staudinger + Franke / [M] Serviceplan.

Startschuss für Serienspektakel

Seit Wochen wird über diese Serie gesprochen, gestritten, diskutiert, sich vorgefreut. Jetzt stehen die ersten drei Folgen der kostspieligsten deutschsprachigen Fernsehproduktion der Geschichte in der ZDF-Mediathek. 

Aufgrund Ihrer Consent Einstellungen können Sie dieses YouTube Video nicht sehen.
Einstellungen Ändern

Kostenpunkt: 40 Millionen Euro

40 Millionen Euro hat die achtteilige Thrillerserie gekostet, mehr als der bisherige Rekordhalter "Babylon Berlin", und dementsprechend atemberaubend sieht sie aus.

Es geht harmlos los, steigert sich dann aber spannungstechnisch blitzschnell. Denn „Der Schwarm“ erzählt vom Kampf der Menschheit gegen eine unbekannte Schwarmintelligenz, die in den Tiefen des Meeres lebt.

Schätzing: „Es pilchert mehr als es schwärmt“

In den letzten Tagen wurde über die Verfilmung von Frank Schätzings Bestseller heiß diskutiert. Und das lag vor allem Am Autor selbst. Der war anfangs Teil des Produktionsteams gewesen, hatte sich dann aber mit Frank Doelger, früher „Game of Thrones“- jetzt „Schwarm“-Showrunner, wegen inhaltlicher Differenzen überworfen.

In einem Interview mit der „Zeit“; allerdings hinter einer Paywall) teilte Schätzing ordentlich aus: die Serie sei erzählerisch »grundfalsch« sei. Sie sei »zusammengeschusterter Unsinn« und »ohne aktuelle Relevanz«. »Manches ist kinoreif, anderes rühr- und redseliges Beziehungskisten-TV. Es pilchert mehr, als es schwärmt“, so der Autor.

ZDF: Adaption gelungen und zeitgemäß

Das ZDF sieht das natürlich ganz anders und teilte mit: »Aus unserer Sicht ist ›Der Schwarm‹ eine sehr gelungene und zeitgemäße Adaption des Romans aus dem Jahr 2004«, Verfilmungen von literarischen Stoffen unterschieden sich demnach in Erzählform und Dramaturgie immer und erheblich vom Ursprungsmedium Buch.

Auch Produzent Doelger hatte schon im letzten Sommer dem SPIEGEL gegenüber erklärt, dass er stark in die Romanvorlage eingegriffen habe, weil die Charaktere nicht mehr zeitgemäß gewesen seien. Tja, das nennt man dann wohl einen PR-Coup, denn jetzt wollen natürlich alle wissen, wie die Serie zum „Schwarm“ denn nun geworden ist. Die ersten drei Folgen stehen in der ZDF-Mediathek bereit, weitere Episoden folgen am 01. und am 08. März.

(22.02.23 / F. Schmidt)

Erhalten Sie Informationen aus erster HandBestellen Sie den Klassik Radio Newsletter

* Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis

Neueste Artikel

Warum Ihre Tomaten Bach lieben
Musik im Garten

Musik im Garten
Warum Ihre Tomaten Bach lieben

In der Toskana läuft seit zehn Jahren ein Experiment: Forscher der Universität Florenz lassen Weinreben Mozart und Vivaldi hören – mit eindeutigem Ergebnis: Die Trauben schmecken besser, die Reben tragen mehr Laub. Was bei Pflanzen funktioniert, wirkt erst recht beim Menschen: Musik senkt den Blutdruck, reduziert Stress und macht Ihren Garten zu einem Ort, an dem Entspannung gedeihen kann. Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Sensationsfund in College-Archiv: Unbekanntes Werk von Vaughan Williams entdeckt
Ausschnitt Before the Mirror

Sensationsfund in College-Archiv: Unbekanntes Werk von Vaughan Williams entdeckt

Fast sieben Jahrzehnte nach dem Tod von Ralph Vaughan Williams sorgt ein spektakulärer Archivfund in London für Aufsehen: Ein bislang unbekanntes Lied des britischen Komponisten ist im Morley College aufgetaucht. Das Manuskript eröffnet nicht nur einen seltenen Blick auf die frühen Jahre Vaughan Williams’, sondern erinnert auch daran, dass selbst die Musikgeschichte noch Überraschungen bereithält.

"Ein bisschen Wasser hält das Cello schon aus": Cellistin auf ungewöhnlicher Fahrradtour
Celloradeln

"Ein bisschen Wasser hält das Cello schon aus": Cellistin auf ungewöhnlicher Fahrradtour

Mit dem Fahrrad, einem Cello im Anhänger und jeder Menge guter Laune fährt die Cellistin Katja Zakotnik quer durchs Ruhrtal. Auf ihrer Tour de Cello legt sie fast 300 Kilometer zurück und bringt klassische Musik an Orte außerhalb der Konzertsäle – auf Wiesen, in Industriehallen oder mitten unter Menschen, die zufällig stehen bleiben und zuhören.

Klassik Radio - Deutschland nationalKlassik Radio - Deutschland national