"Wir sind die Lobby, wir müssen weitermachen!"

Die Sänger Schager, Volle und Groissböck im Gespräch

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„Auf, nach der Wies – schnell auf die Füss!“ unter dem berühmten Ausspruch Wagners steht der Sängerabend in Bayreuth. Die drei Sänger und Veranstalter Andreas Schager, Michael Volle und Günther Groissböck im Gespräch mit Klassik Radio Moderator Holger Wemhoff.

Sängerfest in Bayreuth

Das verflixte Jahr 2020 machte allen einen Strich durch die Rechnung. Konzerte und Festivals wurden weltweit abgesagt und auch das Bayreuther Festspielhaus blieb in diesem Jahr verweist.

Die Sänger Andreas SchagerMichael Volle und Günther Groissböck wollten das nicht auf sich sitzen lassen. „Ein Sommer ohne Bayreuth, das geht nicht“, bekräftigt Günther Groissböck. Die original Bayreuth-Besetzung wird singen und zwar am 23. August auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth - mit Blick auf das Festspielhaus. „Wir wollten die Geister von Bayreuth auferstehen lassen, hatten sogar überlegt, alte Bilder mit einem Beamer einzuspielen“, erklärt Michael Volle den Grundgedanken.

Eigeninitiative der Künstler

Gemeinsam mit Annette Dasch, Daniel Schmutzhard und sogar einem Orchester mit einer Besetzung von 29 Musikern werden die Festspiele für einen Abend zum Leben erweckt. „Wir Sänger lassen Bayreuth nicht sterben“, erklärt Schager. In diesen Zeiten sei es die Aufgabe der Musiker selbst für ihre Rechte und ihre Kunst Initiative zu ergreifen.

„Oft wird gesagt, die Musiker haben keine Lobby, aber das stimmt nicht“, meint Michael Volle, „Wir selbst sind die Lobby, wir müssen uns das selbst schaffen und uns selbst einsetzen. Die Musik wird Jahrhunderte überdauern, sie bleibt und das müssen wir nutzen.“ Diese Ansicht vertritt auch Sänger Andreas Schager: „Es muss von den Musikern selbst ausgehen.“

„So groß wie möglich“

Das Sängerfest soll den Festspielen in so wenig wie möglich nachstehen. Auch wenn nur 400 Personen im Publikum sitzen dürfen, soll es laut Groissböck „so groß und so stark wie nur möglich werden.“

Auch das Programm passt sich den Wagnerfestspielen an. Mit unter anderem einem Holländer- und Tannhäuser-Block. Enden soll das Fest gemeinsam mit dem Publikum im Chor und dem "Wach auf Chor".

„Wir dürfen keine Angst haben, wir müssen das gemeinsam durchstehen“, bekräftigt Volle die Einigkeit.

Für die Sänger zählt die Musik und vor allem auch das Musik live erleben als eine Art Grundbedürfnis, das eine heilende und heilige Wirkung hat. Eine Wirkung, die die Menschen gerade in diesen Zeiten sehr benötigen.

Das gesamte Interview hören Sie in der Klassik Radio Mediathek.

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(A. Kohler/ H. Wemhoff)

   

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